Für private Anleger

Fonds-Check: Wie gut sind Windkraft-Fonds?

Planen Sie, in Windkraft-Fonds zu investieren, kennen sich mit den Gegebenheiten aber nicht so gut aus? Dann hilft Ihnen sicherlich der neue "Fond-Check", mit dem der Bundesverband WindEnergie mehr Transparenz und Sicherheit für Anleger schaffen will. Besonders wichtig: Eine durch mehrere Windgutachten und Sicherheitsabschläge fundierte Prognose des Windertrages.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Windkraft-Fonds als langfristige Geldanlage werden immer populärer. Voraussichtlich 600 Millionen Euro werden in diesem Jahr in Fondsbeteiligungen fließen, fast 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei gibt es eine Vielzahl von Fondsangeboten zur Auswahl. Mehr Transparenz und Sicherheit für den Anleger will der Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) nun durch ein neues "Fonds-Check"-System erreichen.

Eine durch mehrere Windgutachten und Sicherheitsabschläge fundierte Prognose des Windertrages sieht der BWE als Basis für ein erfolgreiches Windkraft-Projekt an. Eine wichtige Rolle spielen auch ausreichende Rückstellungen für den Rückbau der Anlagen nach 20 Jahren sowie eine realistische Kalkulation der laufenden Betriebskosten. "Die Kosten für Versicherung, Wartung und Instandhaltung sind oft zu niedrig angesetzt", erklärt Jens-Peter Wolters, Vorsitzender des BWE-Anlegerbeirates. Der BWE-Fonds-Check definiert unter anderem Richtwerte für die spezifischen Investitionskosten, angemessene Pachtzahlungen und die Höhe der Ausschüttungen. "Daneben wird eine Vielzahl von Faktoren wie Informations- und Kontrollrechte sowie Leistungsbilanzen der Fondsanbieter in dem Fonds-Check berücksichtigt", so Rechtsanwalt und Steuerberater Jens-Peter Wolters.

Die Bewertung der einzelnen Aspekte erfolgt in vier Kategorien: Drei Sterne für alles, was über das hinausgeht, was vom BWE für eine empfehlenswerte Beteiligung als notwendig angesehen wird. Zwei Sterne, wenn die Kriterien den Empfehlungen des BWE entsprechen, und ein Stern, wenn die Bewertung nicht das erreicht, was vom BWE für eine Beteiligung als notwendig angesehen wird. Birgt die Beteiligung darüber hinaus an einigen Punkten erhöhte Risiken – gekennzeichnet durch ein Ausrufezeichen –, sollte sich der Anleger auf alle Fälle fachkundigen Rat einholen.

Die ersten vier geprüften Fonds ergaben ein sehr gemischtes Bild. In einigen Kategorien wurde ein Ausrufezeichen vergeben. Allerdings konnten bei der Konzeption dieser Beteiligungsangebote die neuen BWE-Standards noch nicht berücksichtigt werden. "Wir haben bewusst hohe Anforderungen an die Fonds formuliert, um die Anleger vor Überraschungen zu bewahren. Durch den neuen BWE-Standard wollen wir die Anbieter von Windkraftfonds dazu bewegen, vorsichtiger zu kalkulieren und klare Qualitätsanforderungen zu berücksichtigen", erläutert Dr. Peter Ahmels, Präsident des Bundesverbandes WindEnergie.

Interessenten können das neue Anlegerinfo des Bundesverbandes WindEnergie mit der Fonds-Checkliste für 15 Euro zzgl. Versand anfordern unter Tel. 0541-35060-0.

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