Steuerrabatt

Förderung des energetischen Sanierens vor dem Aus

Die steuerliche Förderung des energiesparenden Sanierens steht vor dem Aus. Im Streit zwischen Bundesregierung und Bundesländern "deutet sich immer stärker an, dass der Vermittlungsausschuss nicht angerufen wird", sagte eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums am Mittwoch.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (afp/red) - Der Bundestag hatte das Vorhaben der Regierung abgelehnt, dass Hausbesitzer zehn Jahre lang jeweils zehn Prozent ihrer Sanierungskosten steuerlich geltend machen können. Um das Vorhaben zu retten, müssten Bundestag oder Bundesregierung den Vermittlungsausschuss anrufen.

Was eigentlich kommen sollte

Die Bundesregierung hatte in Verbindung mit den Beschlüssen zu Atomausstieg und Energiewende beschlossen, die Mittel für die energetische Gebäudesanierung zunächst für die Jahre 2012 bis 2014 auf jährlich 1,5 Milliarden Euro aufzustocken. Die zusätzliche steuerliche Absetzbarkeit sollte noch einmal rund 1,5 Milliarden Euro pro Jahr ausmachen.

Andere Optionen im Blick

Nach Angaben aus Regierungskreisen werden nun andere Optionen geprüft, Sanierungsmaßnahmen stärker zu fördern. Derzeit würden "in Hinblick auf den Förderumfang Wechselwirkungen" zwischen direkter und steuerlicher Förderung geprüft, hieß es. Denkbar könnte also etwa sein, dass die Mittel im Bundeshaushalt für die Sanierung aufgestockt werden.

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