Kraft-Wärme-Kopplung

Förderprogramm für Mini-KWK-Anlagen angelaufen

Im Rahmen seiner Klimaschutzinitiative fördert das Bundesumweltministerium erstmals Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) mit einer Leistung bis 50 Kilowatt. Förderanträge können ab sofort beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (ddp.djn/sm) - Dabei sind Zuschüsse bis 15 000 Euro für Mini-KWK-Anlagen möglich. KWK-Anlagen nutzen Energie besonders effizient, weil sie Strom und nutzbare Wärme gleichzeitig erzeugen. In Zeiten steigender Energiepreise helfen sie auch erheblich Kosten zu sparen. Interessenten können im Internet unter bmu.de eine Informationsbroschüre über Mini-KWK-Anlagen herunterladen. Weitere Hinweise gibt es unter mini-kwk.de.

"Besonders effizient arbeiten die Mini-Heizwerke in Gebäuden mit relativ hohem Wärmebedarf - also zum Beispiel in Wohnhäusern mit mehreren Parteien", erläutert Christiane Becker, Architektin und Beraterin des Verbraucherschutzvereins "wohnen im eigentum". Wegen ihrer anfangs hohen Investitionskosten sind die Anlagen bislang aber noch wenig verbreitet. "Die neue Förderung macht Mini-KWK-Anlagen endlich auch wirtschaftlich attraktiv", sagt Becker. "Damit sind sie für Wohnungseigentümergemeinschaften eine echte Alternative zu herkömmlichen Energiesystemen. Allerdings sollte vorher unbedingt geprüft werden, ob die technischen Voraussetzungen gegeben und das Nutzungsverhalten der Bewohner für den Betrieb einer KWK-Anlage geeignet sind."

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