Großprojekt

Förderinsel in Schleswig-Holstein wird Touristenattraktion

Seit gestern können sich Anwohner und Feriengäste in Friedrichskoog-Spitze am schleswig-holsteinischen Wattenmeer in einem so genannten Info-Point über Deutschlands einzige Bohr- und Förderinsel Mittelplate informieren. Seit 1987 wurden dort etwa 14 Millionen Tonnen Erdöl gewonnen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Hamburg (ddp-nrd/sm) - Deutschlands einzige Bohr- und Förderinsel Mittelplate und ihre künftige Pipeline-Anbindung an die Küste Schleswig-Holsteins sollen stärker in das touristische Interesse gerückt werden. Seit Dienstag können sich Anwohner und Feriengäste in Friedrichskoog-Spitze in einem so genannten Info-Point über das Großprojekt informieren, wie das Mittelplate Konsortium von RWE Dea und Wintershall in Hamburg mitteilte.

Täglich von 11 Uhr bis 15 Uhr können Interessierte das Neueste über das Pipeline-Projekt zwischen der Bohrinsel und der Landstation Dieksand oder zur Mittelplate-Förderung erfahren.

Seit 1987 wird aus dem Ölfeld, das am südlichen Rand des schleswig-holsteinischen Wattenmeers liegt, Erdöl gewonnen. Nach eigenen Angaben haben die Betreiber bisher 14 Millionen Tonnen Rohöl störungsfrei fördern können. Experten gehen davon aus, dass aus den Lagerstätten unter dem Wattenmeer noch weitere 35 Millionen Tonnen Öl gefördert werden können.

Mittelplate liegt als weltweit einzige Bohrinsel in einem Nationalpark. Die Pipeline-Anbindung gilt als wichtige Voraussetzung, um den hohen Sicherheits- und Umweltstandards zu genügen. Insgesamt will das Konsortium nach eigenen Angaben etwa 100 Millionen Euro in den Ausbau von Förderung, Transport und Verarbeitung des größten deutschen Erdölvorkommens investieren.

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