Haftpflichtversicherung reicht nicht aus

Flüssiggas: Bezug beim Markenanbieter bietet Vorteile

Flüssiggas im eigenen Tank ist keineswegs eine preiswerte Alternative, wie der Energiedienstleister Rheingas mitteilt. Wer einen Tank kaufe, sei als Betreiber eines Gefahrgutbehälters für Haftungsrisiken und Folgekosten verantwortlich. Markenabieter hingegen bieten einen sorgenlosen Rundum-Service.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Brühl (red) - Bei der aktuellen Diskussion um die vermeintlich günstigeren Preise freier Flüssiggas-Anbieter werde oftmals übersehen, dass man als Betreiber eines eigenen Flüssiggastanks auch ein hohes Haftungsrisiko trage und für alle anfallenden Kosten selbst verantwortlich sei. Darauf weist der Energiedienstleister Rheingas hin.

Auf den ersten Blick klinge das Angebot mitunter verlockend: Man kauft einen eigenen Tank und füllt diesen mit Flüssiggas zum Dumpingpreis. Damit hätten unseriöse Anbieter bei ahnungslosen Verbrauchern immer wieder leichtes Spiel. Doch Billiggas habe seine Tücken. Beim Kauf eines eigenen Tanks würden die Verbraucher allzu häufig nur auf die Kosten der Erstbefüllung acht - und dabei vergessen, dass das Aufstellen des Tanks weitere Kosten nach sich ziehe

Zum einen handele es sich bei dem vermeintlich niedrigen Preis meist um ein Lockangebot. Zum anderen - und das sei entscheidend - werde der Käufer mit dem Erwerb eines Tanks zum eigenverantwortlichen Betreiber eines Gefahrgutbehälters. Da dieses Risiko von der bestehenden Haftpflichtversicherung nicht automatisch abgedeckt sei, müsse in vielen Fällen eine ausreichend hohe Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden, damit der "Betreiber" hinsichtlich des Betriebsrisikos, das bei einem Gefahrgutbehälter grundsätzlich besteht, ausreichend gegen die Rechte Dritter versichert ist.

Betreiber eines Flüssiggastanks hat weitreichende Pflichten

Darüber hinaus sei der Betreiber der Anlage auch für alle anderen Auflagen zuständig. So müsse er die vom TÜV vorgeschriebenen Anlagenprüfungen, die alle zwei bzw. alle zehn Jahre vorgenommen werden, in eigener Verantwortung durchführen. Auch die Reparaturen durch Fachfirmen müssten selbst organisiert werden. Dies könne ziemlich teuer werden - beispielsweise dann, wenn der Tank bei einem schweren Defekt durch ein Spezialfahrzeug entleert werden muss.

Nicht nur die Aufgaben und Pflichten, die einem Eigentümer durch den Kauf eines Tanks entstehen, sprächen für einen längerfristigen Vertrag mit einem etablierten Flüssiggasunternehmen. Viele der kleinen Anbieter könnten im Winter keine Versorgungssicherheit garantieren, so dass der Hauseigentümer dann im Kalten sitze. Außerdem sei es bei den kleineren Anbietern häufig schwierig, bei Reklamationen oder anderen Schwierigkeiten einen Ansprechpartner zu erreichen.

Im Falle eines Schadens könnten viele der kleinen Anbieter zudem nicht haften, so dass der Eigentümer selbst für die Schäden aufkommen müsse, da diese durch die Eigentümer-Haftpflichtversicherung nicht abgedeckt sind.

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