Potential

Firmen können bis zu einem Drittel ihrer Energiekosten einsparen

Energiesparen gewinnt nach Einschätzung der Energieagentur (EA) Nordrhein-Westfalen in immer mehr Firmen an Bedeutung. "Die steigenden Energiekosten zwingen die Betriebe, sich zunehmend dem Thema zu widmen. Es wird wirtschaftlich interessant, Energie zu sparen", sagte EA-Leiter Norbert Hüttenhölscher.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Wuppertal (ddp/sm) - Bis zu einem Drittel ihrer Energiekosten könnten Unternehmen aller Branchen durch entsprechende Maßnahmen einsparen, erläuterte Hüttenhölscher. Sparpotenziale schlummerten vor allem in der Produktion, wo je nach Wirtschaftszweig zwischen zwei und fünf Prozent der Fertigungskosten auf Energie entfielen.

Attraktiv für viele Betriebe sei vor allem die Wärmerückgewinnung aus Abwärme oder Abwasser. Schon in zwei bis drei Jahren hätten sich die Kosten dafür amortisiert. Weitere Sparpotenziale gebe es darüber hinaus bei Druckluft- und Elektroanlagen sowie Pumpen und der Raumheizung.

Nach EA-Berechnungen schlummert in allen deutschen Firmen ein jährliches Energieeinsparpotenzial von 14,5 Milliarden Euro oder 500 Terrawattstunden. Das entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von 100 Städten in der Größe Kölns.

Auch mit dem so genannten Contracting könnten Unternehmen Energie sparen, betonte Hüttenhölscher. Dabei managen außenstehende Dienstleister - so genannte Contractoren - die Energieversorgung von betrieblichen und kommunalen Gebäuden. Ihre Investitionen refinanzieren die Contractoren durch eingesparte Energiekosten. Studien zufolge ist der deutsche Markt mit 500 Contractoren für rund 40 000 Anlagen erst zu fünf Prozent ausgeschöpft. Doch mehr als 1,4 Millionen Anlagen könnten über Contracting gemanagt werden.

Das Energiesparen in Unternehmen ist auch Thema eines Kongresses, den die Energieagentur am 17. November in Wuppertal veranstaltet.

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