Finanzielle Engpässe? - Deutsche Strom AG übernimmt abos energie AG

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com
Der liberalisierte Strommarkt hat sein nächstes Opfer - die abos energie AG. In einem schwierigen Marktumfeld ist es dem Hamburger Unternehmen, das im November 1999 gegründet wurde, nicht gelungen, sich ebenda positionieren zu können. Was in der Branche bereits seit geraumer Zeit gemunkelt wurde, ist damit seit gestern Fakt: Die abos energie AG gibt auf - und wird von der ebenfalls in Hamburg ansässigen Deutschen Strom AG (DSA) übernommen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.



Nach dem "erfolgreichen Aufbau" der abos energie AG, ließ deren Vorstand Ralf Breitenfeldt gestern Abend verlauten, habe man nun einen Partner gesucht, "der die Zukunft des Unternehmens auf dem heißumkämpften Strommarkt" gewährleiste. Eigenen Angaben zufolge hatte abos binnen eines Jahres rund 20.000 Kunden gewinnen können - offensichtlich zu wenig, ist doch die Rede von finanziellen Engpässen. Immerhin: Eine Komplettpleite à la Zeus (Hamburg) oder Vossnet (Bremen) hat sich dieses Mal vermeiden lassen - zweifelsohne ein wichtiges Zeichen für den deregulierten und nach wie vor instabilen Markt. Zugleich, ist man geneigt zu argwöhnen, scheinen die beiden Hansestädte ein "gutes Pflaster" für derlei Nachrichten zu sein.



Die Kunden der abos energie AG können aufatmen - ihre Versorgung, unterstrichen beide Unternehmen, sei sichergestellt; Kunden- und Lieferverträge der abos energie blieben unverändert bestehen und würden durch die DSA weitergeführt.



Das große Kundenpotenzial und die Marktstellung der abos energie AG hätten das Unternehmen "zu einem interessanten Gesprächskandidaten" gemacht, so Jens Schack, Vorstandsvorsitzender der DSA. "Die Übernahme stellt für uns einen konsequenten Schritt auf dem Weg zum größten von Ex-Monopolisten unabhängigen Stromanbieter in Deutschland dar", so Schack. Die Deutsche Strom AG verfüge nunmehr über ein Stromversorgungsvolumen von "über 100 Millionen Mark".

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