Entscheidung
Günstige Vorwahlen sollen auch bei IP-Anschlüssen nutzbar sein
Der Regulierer will die Telekom auch weiterhin zur Bereitstellung von günstigen Vorwahlen verpflichten. Das soll auch für die internetbasierten All-IP-Anschlüsse gelten, so der Entwurf der Regulierungsverfügung.
Bonn (afp/red) - Kunden der Deutschen Telekom (www.telekom.de) sollen auch weiterhin über günstige Vor-Vorwahlen oder festeingestellte Wettbewerber billiger telefonieren dürfen. Der Ex-Monopolist solle auch in Zukunft Call-by-Call und Preselection anbieten müssen, erklärte die Bundesnetzagentur am Mittwoch in Bonn. Die Regulierungsbehörde überprüft alle zwei Jahre den Markt für Telefonanschlüsse und entscheidet darauf aufbauend, ob die Telekom sich weiterhin ihren Vorgaben unterwerfen muss.
Vorwahlen bleiben wichtige Option
Der Analyse zufolge machten im vergangenen Jahr Call-by-Call und Preselection noch immer ein Drittel des Angebotes der Wettbewerber aus. Damit sei deren Bedeutung angesichts von Flatrateangeboten zwar rückläufig, dennoch stelle das Ausweichen vom Telekom-Anschluss auf die Leitungen der Konkurrenten noch eine wichtige Option für viele Verbraucher dar.
Billige Vorwahlen auch bei IP-Anschlüssen
Die billigen Vor-Vorwahlen und die Nutzung eines anderen Anbieters per Voreinstellung soll die Telekom laut Netzagentur auch bei ihren sogenannten All IP Anschlüssen ermöglichen. Diese bietet die Telekom erst seit kurzem an, bei ihnen haben die Kunden keine klassische Telefonleitung mehr, sondern telefonieren über das Internet.
Der am Mittwochabend von der Netzagentur veröffentlichte Entwurf einer Regulierungsverfügung wird dem Markt zur Kommentierung gestellt und ist daher jetzt noch nicht bindend.
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