Wachstumsmarkt

Ferrostaal vereinbart Kooperation im Bereich Solarenergie

Der Essener Anlagenbauer Ferrostaal will sein Solargeschäft ausbauen. Das Unternehmen vereinbarte deshalb eine Zusammenarbeit mit eSolar als einem führenden Hersteller von Solarturm-Anlagen. Das Ziel: Eine Verdoppelung des Solar-Umsatzes.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (ddp/red) - Das teilte ein Firmensprecher am Donnerstag mit. Im Rahmen der Kooperation sollen schlüsselfertige Solaranlagen in Ländern wie Spanien, Südafrika und den Vereinigten Arabischen Emiraten entwickelt und errichtet werden. eSolar stellt dabei die Technologie für das Solarfeld und den Receiver bereit, während Ferrostaal als Generalunternehmer unter anderem die Realisierung der Anlage und des Kraftwerksblocks übernimmt.

Bei der Solarturm-Technologie reflektieren Hunderte Spiegel das Sonnenlicht. Die Energie wird in einem Turm gebündelt. Erhitztes Wasser erzeugt Dampf, der eine Turbine antreibt und Strom produziert. eSolar hatte im Sommer 2009 den Sierra SunTower im kalifornischen Lancaster in Betrieb genommen. Das Solarkraftwerk hat eine Kapazität von fünf Megawatt und ist die erste und derzeit einzige Solarturm-Anlage, die in Nordamerika in Betrieb ist. Um international weiter zu wachsen, arbeitet eSolar mit drei Lizenznehmern auf drei Kontinenten zusammen.

Mit der Kooperation will Ferrostaal sein Engagement im Bereich der erneuerbaren Energien ausbauen. "Ziel ist es, unseren jährlichen Umsatz im Bereich Solarenergie zu verdoppeln", sagte Ferrostaal-Vorstandschef Matthias Mitscherlich den Zeitungen der WAZ-Gruppe (Donnerstagausgabe).

Bislang erreicht Ferrostaal in diesem Geschäftsfeld einen Umsatz von 340 Millionen Euro durch den Bau einer Solaranlage in Spanien. "Die erneuerbaren Energien sind ein Wachstumsmarkt, an dem wir uns verstärkt beteiligen möchten", sagte Mitscherlich.

Derzeit ist Ferrostaal dem Bericht zufolge vor allem im Anlagenbau für die Öl-, Gas- und Petrochemie-Industrie tätig. Das Scheichtum Abu Dhabi ist Haupteigentümer des Essener Unternehmens, das weltweit 5700 Mitarbeiter beschäftigt.

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