KWK-Entwicklung 1995 bis 1999

Fernwärme wuchs um sieben Prozent

Fernwärmeversorgung in Deutschland wächst ständig: Zuwachs von 4000 Megawatt binnen fünf Jahren - Große Unterschiede zwischen Ost und West und Stadt und Land.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Die Fernwärmeversorgung in der Bundesrepublik ist seit dem Jahr 1995 um rund sieben Prozent gewachsen: Die Anschlussleistung aller Kunden betrug 1999 rund 58.000 Megawatt. 1995 waren es noch rund 54.000 Megawatt gewesen. Diese Zahlen gab die Arbeitsgemeinschaft Fernwärme (AGFW) des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) infolge neuester Erhebungen bekannt.



Der Zuwachs von rund 4000 Megawatt entspricht - rein rechnerisch - dem Anschlusswert einer halbe Million Wohnungen. In der Praxis, so die AGFW, zählten aber nicht nur Haushalte zu den neuen Fernwärme-Kunden, sondern auch Industrie- und Gewerbebetriebe sowie öffentliche Einrichtungen.



Der Anteil der Fernwärme am bundesdeutschen Heizungsmarkt lag 1999 unverändert bei zwölf Prozent. In Ostdeutschland ist dieser Wert mit 28 Prozent deutlich höher als in Westdeutschland mit acht Prozent. Starke Unterschiede gebe es nach AGFW-Angaben auch zwischen Stadt und Land: In Ballungsgebieten und Großstädten erreiche die Fernwärme durchschnittlich einen Anteil von 30 Prozent am Heizungsmarkt.

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