Ausweis fürs Haus

Feldversuch zum bundesweiten Gebäudeenergiepass gestartet

Im Fördergebiet des enercity-Fonds proKlima kommt der neue Energiepass derzeit als Prototyp erstmals zum Einsatz. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) wählte die Städte Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze als eine der bundesweit 33 Testregionen aus.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Hannover (red) - Ab 2006 ist er in Deutschland und der EU Pflicht: Der Gebäudeenergiepass. Damit soll der Energiebedarf von Immobilen transparenter gemacht werden. Im Fördergebiet des enercity-Fonds proKlima kommt der neue Energiepass nun als Prototyp erstmals zum Einsatz. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) wählte die Städte Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze als eine der bundesweit 33 Testregionen aus.

Ein wesentlicher Grund: die Praxiserfahrung. Denn in diesem Gebiet besteht mit dem "Energiepass Region Hannover" bereits seit 1999 ein regionales Instrument, das den Energiebedarf eines Hauses analysiert, Schwachstellen aufzeigt und Modernisierungslösungen vorschlägt. "Bisher wurden knapp 5400 Energiepässe erstellt und von proKlima gefördert", resümiert Feldversuchskoordinatorin Anke Unverzagt vom Klimaschutzfonds.

Der neue bundesweite Energiepass ist ab 2006 laut EU-Gebäuderichtlinie bei jeder Neuvermietung oder dem Verkauf einer Immobilie vorzulegen. Durch den Ausweis des Endenergiebedarfs erfährt der Mieter beziehungsweise Käufer, was auf ihn an durchschnittlichen Kosten für Wärme zukommen kann. Dies ist ein Novum, denn die Möglichkeit, Betriebskosten zu beurteilen und zu vergleichen, hatten die Nutzer bisher nicht.

Nicht nur für die Verbraucher, sondern auch für das Handwerk gehen vom bundesweiten Energiepass wichtige Impulse aus. "Wir setzen darauf, dass der bundesweite Energiepass dazu beitragen wird, den derzeit bestehenden Modernisierungsstau im Gebäudebestand aufzulösen", verdeutlicht Jans-Paul Ernsting, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover. Durch den Feldversuch könne sich das Handwerk in der Region Hannover mit seinen Partnern jetzt schon auf die Herausforderungen von morgen einstellen.

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