Debatte

FDP will längere Laufzeiten für Atomkraftwerke

In die Debatte um die Verlängerung der Restlaufzeiten von Kernkraftwerken, bzw. sogar einen Neubau von Kernkraftwerken, hat sich jetzt auch die FDP eingeschaltet. FDP-Generalsekretär Guido Westerwell sagte der Bild-Zeitung, dass die Laufzeiten von sicheren deutschen Kernkraftwerken wieder verlängert werden sollten.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (ddp/sm) - Vor dem Hintergrund der hohen Ölpreise will die FDP Kernkraftwerke in Deutschland länger betreiben lassen als bisher geplant. "Wir sollten die Laufzeit von bestehenden sicheren deutschen Kernkraftwerken nicht vorzeitig beenden, sondern wieder verlängern", sagte FDP-Chef Guido Westerwelle der Bild-Zeitung (Freitagausgabe).

Dann müssten nicht soviel Kohle und Öl verbraucht werden. Der FDP-Chef bezeichnete Atomkraft als Teil des deutschen Energie-Mixes, zu dem auch Sonnen- und Windenenergie gehörten.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Christian Ströblele, brachte autofreie Wochenenden in die Diskussion. "Wir sollten über autofreie Wochenenden nachdenken", sagte er.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Netzausbau

    Energiesektor: Mehr Geld für Atomkraft - Stillstand bei Ökostrom

    Im Energiesektor wurde global betrachtet 2015 wieder deutlich mehr in Atomkraft investiert. Auch für alte Kohlemeiler wurde viel Geld ausgegeben. Bei Öl und Gas war ein Rückgang zu beobachten, während bei den Erneuerbaren der Geldfluss unverändert blieb.

  • England

    Briten beschließen Garantiepreis für Atomstrom

    Nach einer Pause von fast zwei Jahrzehnten macht sich Großbritannien wieder an den Ausbau der Atomenergie. Der französische Energieriese EDF wird zwei neue Atomreaktoren auf der Insel bauen - und der Staat garantiert einen Mindestpreis für den Atomstrom, ähnlich wie in Deutschland für Ökostrom.

  • Strompreise

    FTD-Leitartikel zur Atomkraft-Debatte: Bayerischer Atomversuch

    Die hohen Ölpreise haben die Debatte um die Notwendigkeit eines Ausstiegs aus der Atomenergie neu entfacht - auch die Financial Times widmet der aktuellen Diskussion einen Leitartikel. Quintessenz: Die Kernenergie zum Tabu zu erklären, wäre der falsche Weg, da bisher kein überzeugendes Konzept zum Ersatz vorliege.

  • Energieversorung

    Experten: Neue Ölkrise unausweichlich

    Im Wissensmagazin "National Geographic Deutschland" warnen mehrere Experten vor einer neuerlichen Ölkrise und den damit einhergehenden Folgen für die Weltwirtschaft. Erneuerbare Energien seien eine Alternative, bis 2050 könnte ihr Anteil an der Energieerzeugung auf 50 Prozent steigen - doch müssten sie noch stärker gefördert werden.

  • Hochspannungsmasten

    FDP erkundigt sich nach Perspektiven der Kernenergienutzung

    Die FDP verlangt mittels einer "Großen Anfrage" im Bundestag von der Regierung Auskunft zu den Perspektiven der Kernenergie die Deutschland. Dabei interessieren sich die Liberalen u.a. für die Konsequenzen des Atomausstiegs für Unternehmen und Mitarbeiter und die Endlagerpolitik in Gorleben.

Top