Im Bundestag

FDP fragt nach Energieeffizienzkampagnen der Regierung

Die FDP interessiert sich für die von der Bundesregierung unterstützten Kampagnen zur Steigerung der Energieeffizienz zur Minderung des Kohlendioxidausstoßes. U.a. wollen die Liberalen erfahren, ob eine ressortübergreifende Bündelung dieser Initiativen zugunsten einer besseren Vermittlung geplant ist.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Die Kampagnen der Bundesregierung zur Steigerung der Energieeffizienz hat die FDP-Fraktion kürzlich im Bundestag zum Gegenstand einer "Kleine Anfrage" (Bundestagsdrucksache 15/4681) gemacht.

Im Zusammenhang mit den Bemühungen, den Kohlendioxidausstoß zu vermindern, würden regelmäßig neue Initiativen zum effizienten Energieeinsatz in Privathaushalten und in der Industrie auftauchen, erläutern die Liberalen ihr Interesse. Die Fraktion will dazu unter anderem wissen, wie sich die von der Deutschen Energie-Agentur organisierten Energieeffizienzkampagnen, gefördert vom Verkehrs- und vom Wirtschaftsministerium, von einer Kampagne unterscheiden, die von der co2Online gGmbH organisiert und vom Umweltministerium gefördert wird. Bei letzterer handele es sich um eine Kampagne mit dem Titel "Klima sucht Schutz" zur Information der Öffentlichkeit über Energieeffizienzmaßnahmen.

Die Liberalen wollen ferner erfahren, ob die Regierung eine ressortübergreifende Bündelung dieser Initiativen zugunsten einer besseren Vermittlung in der Öffentlichkeit und eines effizienteren Mitteleinsatzes für sinnvoll hält. Und schließlich fragen die Abgeordneten auch, ob es stimmt, dass die Kampagne "Klima sucht Schutz" entgegen dem ursprünglichen Projektplan schon vier Monate nach Aufnahme der Tätigkeit der co2Online gGmbH anlaufen musste und woran dies gelegen hat.

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