Nicht nachvollziehbar

FDP fordert transparente Stromrechnungen

Die FDP-Fraktion hat sich für transparentere Stromrechnungen ausgesprochen. Die Kosten für die Netznutzung, für Messung und Abrechnung, für die Stromsteuer, für die Umlagen als Folge des Kraft-Wärme-Kopplung-Vorschaltgesetzes und des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, die Kosten für Erzeugung und Vertrieb und die Mehrwertsteuer müssten getrennt ausgewiesen werden.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Die FDP-Fraktion will, dass Stromrechnungen transparent werden. In einem Antrag (Bundestagsdrucksache 15/761) fordert sie die Bundesregierung gestern im Bundestag auf, ein Gesetz zur Umsetzung der EU-Beschleunigungsrichtlinien zum Binnenmarkt für Strom und Gas vorzulegen. Dazu müssten die Kosten für die Netznutzung, für Messung und Abrechnung, für die Stromsteuer, für die Umlagen als Folge des Kraft-Wärme-Kopplung-Vorschaltgesetzes und des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, die Kosten für Erzeugung und Vertrieb und die Mehrwertsteuer getrennt ausgewiesen werden.

Die mangelnde Preistransparenz mache es den Verbrauchern schwer, das preisgünstigste Angebot zu wählen und den Anbieter zu wechseln, heißt es in der Vorlage. Die Unternehmen würden heute noch mit Preisen und einer Tarifgestaltung werben, die für viele Kunden nicht nachvollziehbar sei und ihnen einen Vergleich mit Konkurrenzangeboten erschwere. Orientierungsgrößen wie die Stromerzeugungskosten und die Netznutzungskosten fehlten häufig. Die Wahl des preisgünstigsten Anbieters und ein Wechsel zu einem anderen Lieferanten falle dem privaten Verbraucher schwer.

Mangelnde Informationen, keine klare Ausweisung der Einzelkosten und eine wenig transparente Stromrechnung haben laut FDP dazu geführt, dass nur drei Prozent der privaten Haushalte bisher ihren Lieferanten gewechselt und vom Wettbewerb profitiert haben, heißt es weiter.

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