Kleine Anfrage

FDP erkundigt sich nach Stromkosten für Unternehmen

Die FDP erkundigt sich in einer "Kleinen Anfrage" nach den Stromkosten für kleine und mittlere Unternehmen. Den Angaben zufolge hätte die durch die Liberalisierung des Energiemarkts vorgesehene preisgünstige Energieversorgung nicht immer stattgefunden. So hätten einzelne EVU's durch unterschiedliche Messmethoden die Stromkosten für Kunden ungünstig berechnet.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Die Belastungen von kleinen und mittleren Unternehmen durch Stromkosten interessiert die FDP in einer "Kleinen Anfrage" im Bundestag (Bundestagsdrucksache 15/249). Den Angaben zufolge hätte die durch die Liberalisierung des Energiemarkts vorgesehene preisgünstige Energieversorgung nicht immer stattgefunden, begründet die FDP ihren Vorstoß.

So hätten einzelne Energieversorgungsunternehmen durch unterschiedliche Messmethoden die Stromkosten für Kunden ungünstig berechnet. Laut FDP-Fraktion gehören zu den Leidtragenden insbesondere kleine und mittlere Unternehmen. Die Abgeordneten wollen nun von der Regierung wissen, ob ein Energieversorger im Sommer 2001 vom Landgericht Berlin rechtskräftig dazu verurteilt wurde, einem Stromkunden gezahlte Stromkosten zu erstatten. Die Exekutive soll auch angeben, ob ihr vergleichbare Urteile bekannt sind. Schließlich geht es um die Frage, ob Versorger ohne gerichtliche Auseinandersetzungen kleineren gewerblichen Tarifkunden gezahlte Stromkosten erstattet haben.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Ökostrom

    Stilllegung Biblis: Merkel muss als Zeugin aussagen

    Das AKW Biblis wurde im Zuge des bundesweiten Atom-Moratoriums im März 2011 stillgelegt. Dafür will der Energiekonzern RWE Millionen Euro an Schadensersatz. Doch wer genau muss dafür zur Verantwortung gezogen werden: Bund oder Land? Angela Merkel wird nun als Zeugin vor Gericht gebeten.

  • Stromkosten

    Stromkosten werden wohl 1000-Euro-Schallmauer knacken

    Wenn nicht ein Wunder passiert, wird ein Durchschnittshaushalt im nächsten Jahr die Schallmauer von 1000 Euro bei den Stromkosten durchbrechen. Neue Prognosen zeigen den Reformbedarf: Die Kosten steigen - aus diversen Gründen. Unter anderem werden Ersparnisse beim Stromeinkauf nicht an die Kunden weitergereicht.

  • Strompreise

    NaturEnergieFORUM 2002: Gesellschaft ist nicht bereit zum Wandel

    Auf dem Forum des Ökostromanbieters NaturEnergie haben in der vergangenen Woche Experten aus der Energiebranche über "Wechsellust und Wechselfrust" diskutiert. Prominenter Redner war der in London lebende Soziologe und Politiker Ralf Dahrendorf, der die Gesellschaft als blockiert bezeichnete, weil keinerlei Bereitschaft zum Wandel vorhanden sei.

  • Hochspannungsleitung

    10. Handelsblatt-Jahrestagung Energiewirtschaft 2003: Wende in der Energiewirtschaft?

    Vom 14. bis 16. Januar trifft sich die Energiebranche zum zehnten Mal in Berlin zur Handelsblatt-Jahrestagung. Neben Wirtschaftsminister Wolfgang Clement werden auch die Vorstände der Energieriesen RWE und E.ON über ihre Erfahrungen referieren. Ein zusätzliches Thema sind die Rahmenbedingungen eines Gas-Wettbewerbsmarktes.

  • Stromnetz Ausbau

    Clement über zukunftsfähige und nachhaltige Energiewirtschaft als Standortfaktor

    Nachfolgend veröffentlichen wir die Rede von Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, Wolfgang Clement, auf einer Veranstaltung der DIHK-IHK Köln am 18. November 2002 in der Originalversion.

Top