Bescheide erteilt

Fast 300 Unternehmen von EEG-Umlage befreit

Pünktlich zum Jahreswechsel hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle heute die Anträge von 252 besonders energieintensiven Unternehmen des produzierenden Gewerbes sowie 45 Eisen- und Straßenbahnunternehmen zur Befreiung von der EEG-Umlage gebilligt und entsprechende Bescheide versandt.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (red) - Fast 300 besonders energieintensive Unternehmen des produzierenden Gewerbes sowie Eisen- und Straßenbahnen in Deutschland können im kommenden Jahr mit erheblichen Entlastungen bei ihren Stromrechnungen rechnen. Pünktlich zum Jahreswechsel hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle heute ihre Anträge nach der besonderen Ausgleichsregelung des Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) gebilligt und entsprechende Bescheide versandt.

Die jetzt erteilten Bescheide sind bis Ende 2005 gültig und befreien ihre Empfänger im nächsten Jahr weitgehend von der EEG-Umlage für Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Die geschätzte Netto-Entlastung der energieintensiven Unternehmen liegt bei knapp 238 Millionen Euro. Die Eisen- und Straßenbahnen werden um etwa 15 Millionen Euro entlastet.

Die besondere Ausgleichsregelung wurde Mitte dieses Jahres im Zuge der Novelle des EEG in das Gesetz aufgenommenen. Sie ersetzte eine Härtefall-Regelung, die seit 2003 nur von 66 Unternehmen genutzt wurde. Von der neuen Regelung werden im kommenden Jahr insgesamt 252 besonders energieintensive Unternehmen des produzierenden Gewerbes sowie 45 Eisen- und Straßenbahnunternehmen begünstigt.

"Die Konstruktion der neuen Ausgleichsregel im EEG sorgt für einen fairen Ausgleich zwischen den Interessen der begünstigten und denen der nicht begünstigten Stromverbraucher. Damit letztere nicht über Gebühr an den Folgen der Entlastung energieintensiver Unternehmen zu tragen haben, wurde der gesetzlich verankerte so genannte Zehn-Prozent-Deckel angewendet und damit ein unverhältnismäßiger Anstieg der EEG-Umlage für die nicht privilegierten Verbraucher verhindert", erläuterte das Umweltministerium in einer aktuellen Mitteilung.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Energiewirtschaft

    Industrie wird weiterhin bei Ökostrom-Umlage verschont

    Die deutsche Industrie wird auch in der Zukunft von der Ökostrom-Abgabe weitestgehend befreit bleiben. Nach langen Diskussionen konnten sich die EU-Kommission und die Bundesregierung aufeinander abstimmen.

  • Stromrechnung

    Talfahrt bei RWE und Eon: Gibt es noch Lichtblicke?

    Die beiden Stromriesen RWE und Eon stecken in der Klemme. Beim Umstieg auf erneuerbare Energien hinken beide Firmen hinterher. Werden das bald die Stromkunden mit steigenden Preisen ausbaden müssen?

  • Stromtarife

    Stromverband: Neuer Kraftakt in 2005

    Der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) rechnet bei dem ab Januar beginnenden EU-weiten Handel mit Emissionszertifikaten mit zusätzlichen Belastungen für deutsche Unternehmen. In einem Interview sprach Verbandschef Meller von einem neuerlichen Kraftakt, auch durch die Novellierung des Energiegesetzes.

  • Hochspannungsleitung

    Landkreis Kaiserslautern fördert Energie aus heimischen Quellen

    Der Landkreis Kaiserslautern will in den kommenden zwei Jahren Vorhaben entwickeln, wie der Landkreis und seine neun Verbandsgemeinden den Energieverbrauch senken und dabei neue Energiequellen nutzen können. Umweltministerin Margit Conrad (SPD) startete dazu jetzt ein Pilotprojekt.

  • Strompreise

    Regierungserklärung zum Klimaschutz: Herausforderung für Hauptarchitekten

    Das In-Kraft-Treten des Kyoto-Protokolls am 16. Februar 2005 nahm Umweltminister Jürgen Trittin zum Anlass für eine Regierungserklärung, die er gestern vor dem Bundestag abgegeben hat. Dabei betonte er Deutschlands Rolle als einer der Hauptarchitekten der internationalen Klimapolitik.

Top