Sparsame Haushaltsgeräte

Faltblatt soll Verbrauchern Orientierung beim Gerätekauf geben

In einem Faltblatt des Bundes der Energieverbraucher sind die sparsamsten Geräte aufgeführt, schließlich können schon geringfügige Unterschiede im Wasser- oder Stromverbrauch über die Jahre hinweg zu unnötigen Mehrkosten führen. Anhand dieser Aufstellung können sich Verbraucher vor einer Neuanschaffung informieren.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Rheinbreitenbach (red) - Derzeit sind etwa 2400 unterschiedliche Kühl- und Gefrierschränke, 670 Waschmaschinen, 750 Spülmaschinen, 200 Wäschetrockner und 65 Waschtrockner in Deutschland auf dem Markt. Einige Modelle sind besonders sparsam, andere haben einen hohen Strom- und Wasserverbrauch. Selbst scheinbar geringfügige Verbrauchsunterschiede können sich über Jahre zu beträchtlichen Mehrkosten aufsummieren.

Der Bund der Energieverbraucher und das Niedrigenergie-Institut Detmold haben daher ein Faltblatt mit besonders sparsamen Geräten zusammengestellt, welches den Verbrauchern Orientierung beim Kauf bieten soll. Zusätzlich befinden sich alle Geräte in einer aktuellen Datenbank im Internet. Aber: Erstmals enthält das Faltblatt keine besonders sparsamen Waschmaschinen mehr, da Modelle mit extrem niedrigem Wasserverbrauch teilweise keine befriedigenden Waschergebnisse erzielten.

Eine Tabelle zeigt, wie sich die angebotenen Modelle auf die Effizienzklassen "A++" bis "G" verteilen. Bei Kühl- und Gefriergeräten spiele sich der Markt nahezu nur noch zwischen "A++" und "A+" ab: Vom Kauf eines "A"-Gerätes rät der Bund der Energieverbraucher daher ab.

Das 16-seitige Faltblatt kann beim Bund der Energieverbraucher, Grabenstr. 17, 53619 Rheinbreitbach gegen einen Unkostenbeitrag von 2,88 Euro bestellt werden.

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