Entwicklung

ExxonMobil-Studie erwartet sinkenden Energieverbrauch

Laut der jüngsten Energieprognose des Mineralölkonzerns ExxonMobil wird der Energieverbrauch in Deutschland bis zum Jahr 2020 um knapp sieben Prozent zurückgehen. Grund dafür seien hauptsächlich Verbesserungen in der Energieeffizienz, etwa eine bessere Wärmedämmung in Häusern. Weltweit jedoch sehe die Entwicklung bei weitem nicht so positiv aus.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Wie die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. (ASUE) unter Berufung auf die neueste Energieprognose des Mineralölkonzerns ExxonMobil mitteilt, wird der Energieverbrauch in Deutschland wird bis zum Jahr 2020 um knapp sieben Prozent auf rund 458 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten zurückgehen.

Laut dieser Studie soll in den nächsten fünf Jahren der Energieverbrauch zunächst stagnieren, um dann von 2005 bis 2010 geringfügig um 0,5 Prozent zurückzugehen. Ab dem Jahr 2010 prognostiziert die Untersuchung einen stärkeren Rückgang - bis Ende 2020 um sieben Prozent. Grund dafür seien vor allem die langfristig wirksamen Verbesserungen der Energieeffizienz. Wirkungsvolle Wärmedämmung in Häusern, bessere Heizkessel und und effizientere Brenner ließen den Heizenergiebedarf sinken.

Im internationalen Vergleich stehe Deutschland schon heute als eine energieeffiziente Volkswirtschaft da. Der Konzern geht in seiner Studie davon aus, dass die Energieintensität, also der Energieverbrauch bezogen auf das erzeugte Bruttoinlandsprodukt, in Deutschland bis 2020 um rund 30 Prozent abnehmen wird.

Auch die Anteile der unterschiedlichen Energieträger am Gesamtaufkommen sollen sich verschieben. So erwartet ExxonMobil eine Verdopplung des Anteils erneuerbarer Energien bis 2020 auf dann rund sieben Prozent. Im gleichen Zeitraum soll Erdgas auf 32 Prozent zulegen. Erdgas wird nicht nur im Bereich der Wärmeversorgung zunehmend an Bedeutung gewinnen, sondern auch bei der Stromerzeugung und als Treibstoff für Kraftfahrzeuge.

Weltweit wird der Energieverbrauch gemäß der Studie jedoch dramatisch zunehmen. Für die Mobilität und Energiebereitstellung in den sich entwickelnden Ländern, insbesondere Asiens, wird der Energieverbrauch weltweit bis 2020 um 40 Prozent auf dann 20,4 Milliarden Tonnen Steinkohleeinheiten ansteigen.

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