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ExxonMobil: Starker Euro dämpft Ölpreisanstieg / Primärenergieverbrauch steigt

Während der Mineralölverbrauch erneut um mehr als ein Prozent zurückging, legte Erdgas um ein halbes Prozent zu. Steinkohle sank um knapp drei Prozent und der Verbrauch der überwiegend reviernah zur Stromerzeugung eingesetzten Braunkohle stieg um 0,5 Prozent. Das geht aus Veröffentlichungen von ExxonMobil hervor.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (red) - Der deutsche Primärenergieverbrauch wuchs nach vorläufigen Berechnungen des Mineralölkonzerns ExxonMobil im abgelaufenen Jahr um knapp 0,3 Prozent auf knapp 493 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (SKE). Hierzu hätte eine im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Jahresdurchschnittstemperatur beigetragen, teilte das Unternehmen gestern in Hamburg mit.

Während der Mineralölverbrauch erneut um mehr als ein Prozent zurückging, legte Erdgas um ein halbes Prozent zu. Steinkohle sank um knapp drei Prozent und der Verbrauch der überwiegend reviernah zur Stromerzeugung eingesetzten Braunkohle stieg um 0,5 Prozent. Die Kernenergie trug mit fast 61,7 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten um 0,4 Prozent mehr zur Stromgewinnung in Deutschland bei.

Auch im Jahr 2004 sank der Inlandsabsatz an Mineralölprodukten gegenüber dem Vorjahr. Mit 113,6 Millionen Tonnen gegenüber 115,0 Millionen Tonnen 2003 ging der Mineralölabsatz um 1,2 Prozent zurück. Der Absatz an Ottokraftstoff ging um 3,1 Prozent auf 25,0 Millionen Tonnen zurück. Der Zuwachs beim Dieselkraftstoff um 3,6 Prozent auf 28,9 Millionen Tonnen hätte seine Ursache im Anstieg des gewerblichen Güterkraftverkehrs und der erheblichen Zunahme der PKWs mit Dieselmotor, erläuterte der Konzern weiter.

Der Heizölabsatz ging um elf Prozent auf 25 Millionen Tonnen zurück, über drei Millionen Tonnen weniger als im Vorjahr. Die Verbraucher hätten das ganze Jahr über auf sinkende Preise gehofft und ihre Bestände weit unter die Marken zurückgefahren, die im langjährigen Vergleich üblich waren. Die Hoffnung auf sinkende Preise hat sich jedoch nicht erfüllt. Noch zu Beginn des Jahres war Heizöl zu einem Preis um 37 Euro pro 100 Liter zu haben, zur Mitte des Jahres war er schon um 5 Euro gestiegen, und die Spitze lag mit über 50 Euro pro 100 Liter ausgerechnet im Herbst, wenn eigentlich der Wintervorrat geordert wird.

Alle preisbedingten Belastungen wären erheblich höher ausgefallen, wenn nicht der Euro einen Höhenflug gegenüber dem Dollar angetreten hätte. Dennoch gingen die für den Endverbraucher wichtigsten Mineralölprodukte Benzin, Diesel und Heizöl als Gesamtmenge zwar zurück, stiegen aber im Preis. So mussten im Jahr 2004 dafür 4,7 Prozent mehr aufgewendet werden, obwohl von diesen Hauptprodukten gegenüber Vorjahr 3,5 Prozent weniger verkauft wurden. Nach 78,3 Milliarden Euro im Vorjahr waren es nun 82,0 Milliarden Euro.

Die Rohölimporte insgesamt erhöhten sich im Jahr 2004 um 3,7 Millionen Tonnen auf 110,1 Millionen Tonnen. Mit 45,4 Millionen Tonnen kommen über 41 Prozent des in Deutschland verarbeiteten Rohöls aus den GUS. Die Produktenimporte gingen zurück, wogegen sich die Produktenausfuhr, nicht zuletzt durch die kräftige Nachfrage aus den USA, um 28 Prozent auf 24 Millionen Tonnen erhöhte.

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