Expertenrunde soll Konfliktpunkte klären

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com
Die Bereitschaft, einen Weg zum Atomausstieg zu finden, ist bei Bundesregierung und Stromkonzernen nach wie vor gegeben. In der Frage der Laufzeiten der Atomkraftwerke konnte man allerdings zu keiner Übereinstimmung kommen, berichtete Bundeskanzler Gerhard Schröder am Freitagabend nach den Konsensgesprächen mit den Chefs der Atomkonzerne. Eine Expertenrunde soll nun den Streit um die verbleibende Betriebsdauer und andere Konfliktpunkte klären.


Verschiedene Möglichkeiten seien durchgesprochen worden, wobei die Festlegung der Laufzeiten noch schwierig sein werde, so der Bundeskanzler. Er wollte sich nicht zu den einzelnen Lösungsvorschlägen äußern, meinte aber, dass er die Hoffnung habe, einen Konsens zu finden. In der Regelung der Fragen über Wiederaufbereitung, Atomtransporte und Endlagerung scheint eine Einigung möglich zu sein.
Die Expertenkommission soll bis Ende Februar einen kompletten Gesetzestext ausarbeiten. Schröder glaube, dass auch die Energieversorger an einer schnellen Lösung interessiert seien. Sollte es jedoch zu keiner Einigung kommen, so sei die Regierung auch zu einem Ausstieg im Dissens bereit, so der Bundeskanzler abschließend.

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