Aktuelle Studie

Experten rechnen mit sinkenden Strompreisen ab 2006

Einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney zufolge, werden die Strompreise im kommenden Jahr weiter steigen, durch den Druck des Regulators dann aber ab 2006 sinken. Die Studie zeigte auch, dass sich zumindest für die Industrie noch immer ein signifikanter Kostenvorteil ergebe.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (red) - Die Experten der Düsseldorfer Unternehmensberatung A.T. Kearney rechnen bis 2006 mit einem weiteren Anstieg der Strompreise sowohl für die Industriekunden als auch für die Privathaushalte. Der Druck des Regulators auf die Netzentgelte wird dann jedoch zu einem Sinken der Gesamtstrompreise führen.

Waren die Energiepreise nach der Marktliberalisierung - für die Industriekunden um bis zu 40 Prozent - zunächst gesunken, ist seit 2000 ein stetiger Anstieg der Preise zu beobachten, bilanzieren die Unternehmensberater. Die Gründe für den Anstieg lägen vor allem in der Erhöhung der Besteuerung, im Abbau der Kraftwerks-Überkapazität sowie im Anstieg der Primärenergiekosten. Dazu kämen ein stetiges Weiterwachsen des Stromverbrauchs mit etwa einem Prozent pro Jahr, was der jährlichen Stromproduktion eines Kernkraftwerksblocks entspricht.

Die Studie zeige, dass sich für die Industrie - verglichen mit den Preisen vor der Liberalisierung - immer noch ein signifikanter Kostenvorteil ergebe, für die Haushaltskunden hätte sich vor allem wegen der von 25 auf 40 Prozent gestiegenen Besteuerung von Strom der Liberalisierungsvorteil egalisiert.

Weiterführende Links
  • Die Strompreisstudie von AT Kearney - hier klicken
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