Zusatzgewinne abschöpfen

Experten fordern Versteigerung längerer AKW-Laufzeiten

Die Bundesregierung sollte die längeren Laufzeiten der Atomkraftwerke nach Ansicht von Experten versteigern und nicht verschenken. Verschiedene Ökonomen sehen in der Versteigerung der Lizenzen einen Weg, um die Bürger für die Verlängerung der Laufzeiten zu gewinnen.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Frankfurt/Main (ddp/red) - Der Vorsitzende der Monopolkommission Justus Haucap, und der Präsident des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung, Christoph Schmidt, forderten in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitagsausgabe), die Lizenzen zum zeitweiligen Weiterbetrieb sollten in einer Auktion so versteigert werden, dass die Zusatzgewinne der Stromerzeuger weitgehend abgeschöpft und die Einnahmen der öffentlichen Hand maximiert werden.

Die bei einer Laufzeitverlängerung um acht Jahre mögliche Strommenge hätte beim derzeitigen Börsenpreis von fünf Cent pro Kilowattstunde Grundlaststrom einen Wert von etwa 56 Milliarden Euro. Tatsächlich liege der Wert wohl deutlich höher, weil der Strom zu Spitzenlastzeiten teurer sei.

Die Ökonomen sehen in der Versteigerung der Lizenzen einen Weg, um die Bürger für die Verlängerung der Laufzeiten zu gewinnen. Die Erlöse sollten aber nicht nur in die Förderung erneuerbarer Energien fließen, sondern auch in Bildung und Forschung.

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