Diskussionsvorschlag

Exkurs I: Das EE-Fördermodell des VDEW

Mit einem "marktgerechten" Förderprogramm will die Strombranche den Beitrag kohlendioxidfreier Energieträger an der Stromproduktion steigern. Auf seiner Jahrestagung diese Woche in Berlin stellte der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) ein eigenes Fördermodell für erneuerbare Energien vor.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Hauptkritikpunkt des Verbandes, der die etablierte Stromwirtschaft vertritt: Die geltende Förderpraxis orientiere sich zu einseitig an quantitativen Erfolgszahlen. "Nachhaltige Energiepolitik muss aber auch die gleichwertigen Ziele Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und soziale Gerechtigkeit berücksichtigen", betonte VDEW-Chef Werner Brinker. Außerdem müssten sich die erneuerbaren Energien mittelfristig auch dem Wettbewerb im europäischen Strombinnenmarkt stellen.

Das Modell des VDEW sieht vor, die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in ein europaweites, mengenbasiertes Zertifikatehandelssystem für Grünstrom zu überführen. D.h. die Erzeuger von LÖkostrom erhalten für jede gelieferte Kilowattstunde ein "Grünstrom-Zertifikat". Der jeweilige Zertifikatepreis und der am Markt erlöste Strompreis bilden den Gesamterlös des Erzeugers. Gleichzeitig wird für alle Vertriebsunternehmen in Europa eine verbindliche "Zielquote" definiert.

Das vollständige VDEW-Konzept zur künftigen Förderung erneuerbarer Energien findet sich hier zum Download: Diskussionsvorschlag zur künftigen Förderung Erneuerbarer Energien: "Ausbauziele effizient erreichen"

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