Lubmin

EWN kauft Pläne für Kraftwerk von Dong Energy

Die Energiekraftwerke Nord GmbH (EWN) hat angeblich die Planungsunterlagen zum Bau eines Steinkohlekraftwerks in Lubmin erworben. Die Pläne stammen vom dänischen Energiekonzern Dong Energy, doch statt Kohle wird es jetzt vermutlich ein Gaskraftwerk geben.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Lubmin (ddp/red) - Einem Bericht der Ostseezeitung zufolge, hat die EWN vom dänischen Energiekonzern Dong Energy die Planungsunterlagen zum Bau eines Steinkohlekraftwerks erworben. Das Kraftwerk für fossile Brennstoffe sollte im mecklenburg-vorpommerschen Lubmin gebaut werden. Über die Kaufsumme sei Stillschweigen vereinbart worden, berichtete die Zeitung am Samstag, unter Berufung auf eine Sprecherin der staatseigenen EWN.

Dong Energy aus Steinkohle-Projekt ausgestiegen

Hintergrund für den Verkauf ist, dass Dong Energy im Dezember 2009 seinen Ausstieg aus dem Projekt verkündet hat. Dänischen Medienberichten zufolge, hatte das Kopenhagener Unternehmen bis zu diesem Zeitpunkt bereits 35 Millionen Euro in die Planung und das Genehmigungsverfahren investiert. Statt Steinkohle- gibt es jetzt vermutlich ein Gaskraftwerk für Lubmin.

In Lubmin soll auch weiterhin Strom prodzuiert werden

Der ehemalige Standort für Atomenergie soll nämlich auch weiterhin für die Stromproduktion genutzt werden. ENW wurde, neben dem Rückbau der ehemaligen ostdeutschen Kernkraftwerke in Lubmin und Rheinsberg auch mit der Entwicklung des Industriestandorts Lubmin beauftragt. Zu Wochenbeginn hatte das Unternehmen mitgeteilt, in die Planungen zum Bau eines Gas- und Dampfkraftwerks am Greifswalder Bodden einzusteigen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Ende-Mit-Kernenergie

    Energiewende fordert ihren Tribut: RWE und Eon kämpfen

    Die Energiewende ist fünf Jahre nach der Atomkatastrophe voll im Gange. Auf der einen Seite sind erneuerbare Energien auf dem Vormarsch und bringen neue Jobs. Auf der anderen Seite ist mit fossilen Kraftwerken kaum noch Geld zu machen – die großen Energiekonzerne leiden.

  • Tagebau

    Stiftung: Ohne Subventionen wäre Kohlestrom viel teurer

    Einer Studie zufolge erhält die Kohleindustrie etwa zehn Milliarden Euro jährlich aus Steuergeldern. Nur die Atomindustrie werde in der EU noch stärker gefördert, so die Heinrich-Böll-Stiftung. Ohne die Zuwendungen wäre der Strom aus Kohlekraft deutlich teurer.

  • Hochspannungsmasten

    EWN übernimmt Planung für Lubminer Gaskraftwerk

    Der jahrelange Streit um den Bau eines Steinkohlekraftwerks am Greifswalder Bodden ist endgültig beigelegt. Die Energiewerke Nord wollen die Projektplanung des Gaskraftwerks übernehmen, bauen werden sie das Kraftwerk aber nicht. Wer für Bau und Betrieb verantwortlich sein wird, ist derzeit noch unklar.

  • Strom sparen

    CSU-Vorstand nickt Festhalten an Atomenergie einstimmig ab

    Die CSU lehnt einen baldigen Verzicht auf die Atomenergie ab. Eine Verlängerung der Laufzeiten von Kernkraftwerken soll aber strikt von deren Sicherheit abhängig gemacht werden. Ein entsprechendes Konzept beschloss der CSU-Vorstand am Samstag einstimmig bei seiner Klausur in Wildbad Kreuth.

  • Energieversorung

    Neuer Betreiber für Steinkohlekraftwerk Lubmin soll her

    Nach dem Verzicht des dänischen Energiekonzerns Dong Energy auf den Bau eines Steinkohlekraftwerks in Lubmin setzt sich der Wirtschaftsrat Mecklenburg-Vorpommern für einen neuen Betreiber ein. Man dürfe nicht nur die Windenergie im Fokus haben, so die Haltung des Ratsvorsitzenden.

Top