Übernahme

EWE wird Muttergesellschaft der Stadtwerke Bremen

EWE hat als Muttergesellschaft die Bremer Stadtwerke (swb) übernommen. Wie die Unternehmen mitteilten, stockte EWE die Anteile an den Stadtwerken auf 100 Prozent minus einer Aktie auf. Das wurde durch eine am selben Tag von der Stadt Bremen durchgeführte Weitergabe ihres knapp 51-prozentigen Aktienanteils an EWE möglich.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Oldenburg/Bremen (ddp-nrd/red) - Die Stadt hatte zuvor ihren Anteil selbst von der Deutschen Essent GmbH übertragen bekommen. Eine Aktie verbleibt jedoch bei der Stadt Bremen und sichert so deren Einflussmöglichkeiten im Aufsichtsrat.

Die Übernahme der swb durch EWE war bereits lange geplant. Allerdings fehlte für den Zusammenschluss von EWE und Essent noch die Zustimmung des deutschen Kartellamts. Diese wurde am 30. September erteilt.

Enge Zusammenarbeit zwischen EWE und SWB

Eine enge Zusammenarbeit beider Unternehmen ist zunächst unter anderem im Energiehandel, im Bereich der konventionellen Energieerzeugung und beim Ausbau erneuerbarer Energien geplant. Mögliche konkrete Projekte sollen in den kommenden Monaten konkretisiert werden. Der EWE-Vorstandsvorsitzende Werner Brinker sagte, die Stadtwerke passten «optimal» zu EWE. Sie verfügten neben einer eigenen Stromproduktion auch über Erfahrungen in den Bereichen Abwasser, Fernwärme und im Aufbau sowie der Betreuung einer städtischen Infrastruktur.

swb-Sitz bleibt in Bremen

EWE garantiert darüber hinaus mit dem Kauf, dass der swb-Firmensitz in Bremen bleibt und die Steuern auch weiterhin in die Bremer Staatskasse fließen. Außerdem will EWE die Arbeitsplätze sichern.

EWE mit Sitz in Oldenburg ist eines der größten Energieunternehmen in Deutschland. Über das eigentliche Geschäftsgebiet in Norddeutschland hinaus ist der Konzern auch in den neuen Bundesländern, Polen und der Türkei tätig. Er beschäftigte 2008 rund 5300 Mitarbeiter und setzte 5,3 Milliarden Euro um.

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