Genehmigt

EWE: Strompreiserhöhung im Februar

Die Oldenburger EWE AG wird den Strompreis im Allgemeinen Tarif zum 1. Februar anheben. Wie das Unternehmen mitteilt, ist die Erhöhung vor allem auf gestiegene Kosten für die Förderung erneuerbarer Energie, die Umsatzsteuererhöhung sowie Bezugskostensteigerungen zurückzuführen.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Oldenburg (red) - Für einen Haushalt mit durchschnittlicher Größe und einem Jahresverbrauch von 3.600 Kilowattstunden ergeben sich im Tarif EWE Strom classic (Allgemeiner Tarif) damit Jahreskosten von brutto 693,22 Euro inklusive Grundpreis, so EWE. Das entspricht brutto 56,18 Euro oder 8,82 Prozent pro Jahr mehr als bisher. Der Grundpreis steigt um fünf Euro auf 55,00 Euro brutto je Jahr. Die Kilowattstunde verteuert sich um einen Cent auf brutto 17,73 Cent. Die von der Bundesnetzagentur gekürzten Netzentgelte für die Nutzung des Stromnetzes bei der Erhöhung berücksichtigt worden. Die höhere Umsatzsteuer verteuert den Strom um 17,48 Euro pro Jahr.

Als Gründe für die Erhöhung nannte EWE vor allem die Kosten für die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien, da in den beiden zurückliegenden Jahren mehr Strom aus erneuerbaren Energiequellen eingespeist wurde als prognostiziert. Dies bedeute für EWE "zusätzliche finanzielle Belastungen in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrages".

Darüber hinaus mussten für die Jahre 2005 und 2006 in geringerem Umfang Strommengen für den Privatkundenbereich nachgekauft werden, um den tatsächlichen Bedarf dem prognostizierten anzupassen. EWE produziere selbst kaum Strom und kauft als Stromlieferant seine Mengen an den Großhandelsmärkten zu Wettbewerbspreisen. Dort seien die Preise in den vergangenen zwei Jahren stetig angestiegen.

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