Windkraftgeschäft ausbauen

EWE erwirbt Windpark Elsdorf II

Der Oldenburger Energiekonzern EWE baut seine Windenergie-Aktivitäten weiter aus. Das Unternehmen habe jetzt den zwischen Hamburg und Bremen gelegenen 18-Megawatt-Windpark Elsdorf II erworben, sagte am Freitag ein Unternehmenssprecher.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Oldenburg (ddp-nrd/red) - EWE kaufte den Windpark vom spanischen Projektentwickler Gamesa Energia S.A., dessen in Oldenburg ansässige Niederlassung Gamesa Energie Deutschland GmbH die Entwicklung verantwortet hatte.

Ökostrom für 12.000 Haushalte

Der im vergangenen Jahr in Betrieb gegangene Windpark Elsdorf II erzeugt den Angaben zufolge etwa 42 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Dies entspricht einem Jahresstromverbrauch von etwa 12.000 Durchschnittshaushalten und einer jährlichen CO2-Einsparung von rund 22.850 Tonnen. Zur Kaufsumme machten die Unternehmen keine Angaben.

Wachstumsstrategie fortsetzen

"Mit dem Erwerb des Windparks Elsdorf II setzen wir unsere Wachstumsstrategie im Bereich der Windenergienutzung konsequent fort", sagte EWE-Vorstand Thomas Neuber. Er nannte es als Ziel, die Windenergiekapazitäten an Land auszubauen, indem man eigene Windparks entwickele, aber auch zielgerichtet erwerbe. Durch den Kauf von Elsdorf II steigert EWE den Angaben zufolge die installierte Leistung im Bereich der Windenergie um rund 20 Prozent. Aktuell betreibt EWE rund 45 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von rund 80 Megawatt.

Engagement für Windkraft auch Offshore

Neben den Windenergieaktivitäten an Land und in Küstennähe, engagiert sich der Oldenburger Energiekonzern auch bei der auf hoher See erzeugten elektrischen Energie. So baut EWE zurzeit gemeinsam mit E.ON und Vattenfall Deutschlands ersten Offshore-Windpark alpha ventus 45 Kilometer vor der Nordseeinsel Borkum.

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