Wirtschaftskrise

Evonik verzeichnet Umsatzrückgang im dritten Quartal

Der Mischkonzern Evonik - ehemals RAG - hat auch im dritten Quartal die Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu spüren bekommen. Wie das Essener Unternehmen am Montag mitteilte, ging der Umsatz von Juli bis September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 20 Prozent auf 3,31 Milliarden Euro zurück.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Essen (ddp/red) - Das Konzernergebnis habe sich hingegen deutlich von 72 Millionen Euro auf 168 Millionen Euro gesteigert. Als Grund nannte Evonik Kosteneinsparungen. Am Jahresende würden dennoch deutliche Rückgänge bei Umsatz und Ergebnis erwartet.

Im Geschäftsfeld Chemie sank der Umsatz im dritten Quartal um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 2,59 Milliarden Euro. Im Segment Energie reduzierten sich die Erlöse aufgrund geringerer Absatzmengen und Kohlepreise um 35 Prozent auf 562 Millionen Euro. Die Geschäftsentwicklung bei Immobilien war dagegen leicht positiv. Hier erhöhte sich der Umsatz auf 95 Millionen Euro gegenüber 94 Millionen Euro.

Die Zahlen des Konzerns für die ersten neun Monate 2009 sind den Angaben zufolge weiterhin stark durch die Wirtschafts- und Finanzkrise geprägt. Der Umsatz sei vor allem aufgrund der spürbar geringeren Nachfrage sowie nachgebender Verkaufspreise um 21 Prozent auf 9,59 Millionen Euro zurückgegangen. Das Konzernergebnis sei um 64,36 Prozent auf 211 Millionen Euro eingebrochen.

Für die kommenden Monate erwartet Evonik verhaltene Aufwärtsbewegungen in einzelnen Geschäftsgebieten der Chemie, aber noch keine zuverlässige Erholung auf breiter Front. Das Gesamtjahr werde mit einem deutlichen Umsatzrückgang abgeschlossen und das Konzernergebnis erheblich unter dem Vorjahreswert liegen.

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