Vorstand verkleinern

Evonik plant Neuorganisation seiner Führungsstruktur

Evonik plant Medienberichten zufolge einen weitreichenden Umbau seiner Führungsstruktur. Demnach soll die Zahl der Vorstandsmitglieder von sieben auf nur noch drei schrumpfen, heißt es in mehreren Zeitungsberichten am Montag übereinstimmend.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (ddp/sm) - Demnach soll sich der Vorstand künftig auf die Aufgaben einer Holding konzentrieren. Die operative Führung werde offenbar unterhalb des Vorstandes angesiedelt.

Nach Angaben der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sollen Alfred Tacke und Alfred Oberholz vor Ablauf ihres Vertrages wie Vorstandsvorsitzender Werner Müller selbst am 31. Dezember ganz aus dem Unternehmen ausscheiden. Immobilienvorstand Peter Schörner soll sein Arbeitsgebiet als Geschäftsführer der Immobilien GmbH weiterhin betreuen, allerdings das Ressort Controlling Finanzvorstand Heinz-Joachim Wagner überlassen.

Wie das Blatt weiter berichtet, soll für Tacke der seit 1997 im Stromgeschäft des Konzerns tätige Joachim Rumstadt den Vorsitz der Evonik Steag Geschäftsführung übernehmen. Zum Oberholz-Nachfolger bei der Evonik Degussa wiederum soll laut Bericht der Schweizer Patrik Wohlhauser befördert werden. Ab Januar soll der Evonik-Vorstand aus Klaus Engel, Heinz-Joachim Wagner und dem Arbeitsdirektor Ulrich Weber bestehen. Voraussichtlich im Frühjahr werde dann der bei Bosch-Siemens-Hausgeräte tätige Wolfgang Colberg von Wagner das Finanzressort übernehmen.

Der Evonik-Vorstand war erst vor zwei Jahren nach dem Kauf des Düsseldorfer Chemiekonzerns Degussa auf sieben Mitglieder vergrößert worden. Inzwischen habe sich diese Führungsstruktur - auch mit Blick auf einen geplanten Börsengang - offenbar überlebt. Nachdem sich der Vorstand bereits einstimmig für die neue Struktur ausgesprochen haben soll, werde sich der Aufsichtsrat in seiner nächsten Sitzung mit dem Umbau beschäftigen.

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