Kosten senken

Evonik-Konzern vereinbart Einsparungen im Personalbereich

Evonik ist nach eigenen Angaben bei der Umsetzung seines Kostensenkungsprogramms für 2009 vorangekommen und hat einen "Zukunftspakt" für seine Beschäftigten vereinbart. Darin einigten sich Evonik-Vorstand, Konzernbetriebsrat, Konzernsprecherausschuss und die Gewerkschaft IG BCE auf Maßnahmen zur Personalkostensenkung.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (ddp/red) - Die Vereinbarungen sehen vor, dass es für den Kreis der Konzernführungskräfte in diesem Jahr keine Anhebung der Grundvergütung geben wird. Überdies werden im laufenden Geschäftsjahr Bonusleistungen sowie vergleichbare variable Entgeltbestandteile um 50 Prozent gekürzt. Das betreffe alle Mitarbeiter - darunter auch den Vorstand, der diese Kostenreduzierung nun dem Aufsichtsrat vorschlagen werde, hieß es.

Bis Mitte 2010 seien damit betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen, dies gelte vorbehaltlich einer deutlichen Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage des Konzerns. Die Umsetzung der Maßnahmen macht den Angaben zufolge eine befristete Anpassung bestehender Tarifverträge sowie kollektiv- oder individualvertraglicher Regelungen erforderlich. Die dazu nötigen Schritte werden in den kommenden Wochen mit den Arbeitnehmervertretern und der IG BCE umgesetzt.

Diese Vereinbarung leiste einen wichtigen Beitrag, um den Belastungen aus der Wirtschaftskrise konsequent zu begegnen. "Wir freuen uns über die rasche Einigung mit den Arbeitnehmervertretern und der IG BCE. Sie ist ein großer Erfolg und unterstreicht gleichzeitig die geschäftsfeldübergreifende Solidarität im Konzern", sagte der Evonik-Vorstandschef Klaus Engel.

Zudem stelle sich Evonik weiter seiner "Verantwortung zur Sicherung der eigenen Zukunft und als wichtiger Ausbilder in den Regionen", betonte Vorstandsmitglied und Evonik-Arbeitsdirektor Ulrich Weber. "Alle Ausgebildeten, die leistungsfähig und mobilitätsbereit sind, erhalten in 2009 das Angebot eines befristeten Arbeitsverhältnisses von mindestens sechs Monaten auf der Grundlage einer Teilzeittätigkeit von 80 Prozent der betriebsüblichen Arbeitszeit", sagte Weber.

Neben den bereits eingeleiteten Maßnahmen sind die jetzt getroffenen Vereinbarungen laut Evonik ein wichtiger Baustein, um Einsparungen von insgesamt rund 100 Millionen Euro im laufenden Geschäftsjahr bei den Personalkosten zu erzielen. Evonik hatte bereits kürzlich ein Kostensenkungsprogramm für 2009 im Volumen von 300 Millionen Euro angekündigt. Dabei entfallen zwei Drittel auf Sachkosten und ein Drittel auf Personalkosten.

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