3000 Kilometer

EVO investiert sechs Millionen Euro in Sicherheit des Netzes

Investitionen in Höhe von 6,6 Millionen Euro plant die Energieversorgung Offenbach ein, um ihr Leistungsnetz ausbauen und modernisieren zu können. Das Geld fließt etwa in den fortgesetzten Austausch von Freileitungen gegen Kabel, die im Erdreich vergraben und somit weniger störungsanfällig sind.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Offenbach (red) - Die Energieversorgung Offenbach (EVO) will in diesem Geschäftsjahr etwa 6,6 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung ihres Stromnetzes stecken.

"Unser Stromnetz ist engmaschig und wird gut überwacht", erläutert Mathias Brückmann, Vorstandsvorsitzender der EVO. "Stromausfälle in unserem Netz sind örtlich eng begrenzt und können in aller Regel schnell behoben werden", führt er nicht ohne Stolz aus. Auf ein Jahr bezogen muss jeder Haushalt in der Region nur knapp 20 Minuten ohne Strom auskommen. Für den reibungslosen Transport unterhält die EVO zehn Umspannwerke, mit denen die Höchstspannung von 110 000 auf 20 000 Volt reduziert wird. Dazu kommen 1200 Trafostationen. Insgesamt stehen Stromleitungen mit einer Länge von 3000 Kilometern unter Spannung.

Mit den Millioneninvestitionen will die EVO neue Wohnareale erschließen und die Versorgungssicherheit weiter erhöhen. Das Geld fließt etwa in den fortgesetzten Austausch von Freileitungen gegen Kabel, die im Erdreich vergraben und somit weniger störungsanfällig sind. Um die Stromausfälle möglichst gering zu halten, müssen vor allem die Freileitungen sorgfältig auf mögliche Schäden überprüft werden. Das geschieht auch aus der Luft - vom Hubschrauber aus.

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