Jahresabschluss

EVO-Bilanz: Standort gestärkt / Strompreis steigt

Der Offenbacher Energieversorger EVO hat in der vergangenen Woche einen "zufriedenstellenden" Jahresabschluss präsentiert. Die Umsatzerlöse der EVO stiegen von 216,1 auf 240 Millionen Euro. Gleichzeitig wurde bekanntgegeben, dass der Strom zum 1. April teurer wird.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Offenbach (red) Die Energieversorgung Offenbach AG (EVO) hat auch im vergangenen Jahr seinen Wachstumskurs fortgesetzt: "Wir haben in allen Segmenten Umsatzzuwächse erzielt - zum Teil mit durchaus bemerkenswerten Steigerungsraten", urteilte der EVO-Vorstandsvorsitzende Matthias Brückmann. Er zeigte sich zufrieden mit dem Abschluss: "Die EVO hat alle ihre gesteckten Ziele erreicht. Das stärkt das Unternehmen und den Standort Offenbach." Die Umsatzerlöse der EVO stiegen von 216,1 auf 240 Millionen Euro, der Umsatz der gesamten EVO-Gruppe beträgt 268,2 Millionen Euro.

Gleichzeitig hat der Energieversorger interne Arbeitsabläufe gestrafft und Kosten gesenkt. Über ein Altersteilzeit-Modell werde derzeit die Belegschaft reduziert – mehr als 90 Beschäftigte wollen vorzeitig in den Ruhestand wechseln. "Mit dem Modell ist es gelungen, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden und soziale Härten zu verhindern." Allerdings sei die EVO dadurch gezwungen, den größten Teil der Beträge, die in den nächsten Jahren für die Altersteilzeit gezahlt werden, in den jetzigen Jahresabschluss einzustellen. Laut Brückmann führte das zu einer massiven Sonderbelastung von 5,2 Millionen Euro.

Der Stromverkauf ist mit mehr als 129 Millionen Euro nach wie vor das umsatzstärkste Segment der EVO. In dieser Sparte konnte der Versorger im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von 10,3 Millionen Euro verzeichnen. Insgesamt wurden 1719 Gigawattstunden abgesetzt (Vorjahr: 1647 Gigawattstunden). Den Absatz bei der Fernwärme steigerte die EVO um 1,3 Prozent.

Gleichzeitig teilte das Unternehmen mit, dass der Strom zum 1. April teurer wird. Während die Konditionen des Allgemeinen Tarifs (EVObasis) unverändert bleiben, ändern sich die Konditionen des "EVOplus" sechs Monate nach der letzten Erhöhung erneut. Bei einem Verbrauch von 3000 Kilowattstunden zahlt eine Familie im Jahr knapp 14 Euro mehr. Das entspricht einem Plus von 2,6 Prozent.

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