EVO-Bilanz 1999: Mit Ergebnis zufrieden

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
"Der Rückblick auf das erfolgreiche vergangene Geschäftsjahr weist zugleich in die Zukunft unseres Unternehmens als Multi Utility", betonte der kaufmännische Vorstand der Energieversorgung Offenbach AG (EVO), Albert von Rockenthien, bei der Bekanntgabe der Jahresbilanz 1999. Die EVO habe sich durch die Stärkung ihrer Angebotspalette aktiv auf die Veränderungen in der Energiebranche eingestellt. Die Zusammenarbeit mit einem kompetenten Partner, der ebenfalls vielfältige Dienstleistungen und Produkte im Ver- und Entsorgungsbereich anbiete, unterstütze diese Strategie, so von Rockenthien. Vorbehaltlich der Zustimmung durch kommunale Gremien und Kartellamt werden die Anteilseigner der EVO insgesamt 50 Prozent plus eine Aktie ihrer Anteile an die MVV Energie AG in Mannheim verkaufen. Von der Partnerschaft mit dem Mannheimer Unternehmen verspricht man sich eine wesentliche Stärkung der Position als weiterhin selbständige EVO im Rhein-Main Gebiet.


Die positive Jahresbilanz 1999 mit einer Steigerung der Umsatzerlöse von 6 Prozent auf über 415 Millionen Mark bestätige die EVO als stabilen Wirtschaftsfaktor im Rhein-Main Gebiet. Mit einem Jahresüberschuss von 19 Millionen Mark habe das Unternehmen "erneut ein überdurchschnittliches Unternehmensergebnis erwirtschaft", bilanzierte von Rockenthien. Zur Umsatzsteigerung trugen im wesentlichen die zusätzlichen Erlöse aus dem zum 1.1.1999 übernommenen Müllheizkraftwerk in Offenbach bei. Damit konnten die durch Preisreduzierungen verursachten Verluste beim Stromverkauf ausgeglichen werden, so von Rockenthien weiter. Während der Umsatz beim Stromverkauf um knapp 24 Millionen Mark zurückging, erwirtschaftete das Müllheizkraftwerk einen Umsatzerlös von knapp 42 Millionen Mark. Nach Zuführung von 3 Millionen Mark aus dem Jahresüberschuss 1999 in Gewinnrücklagen verbleibt ein Bilanzgewinn von knapp 16 Millionen Mark. Das Geld soll zur Ausschüttung einer Dividende in Höhe von rund 15,5 Millionen Mark an die Aktionäre und einem Gewinnvortrag von einer halben Millionen Mark verwendet werden.


Im Hauptgeschäftsfeld der EVO, der Stromversorgung, stieg der Absatz um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Versorgungsgebiet umfasst die Stadt und einen überwiegenden Teil des Kreises Offenbach. Für die Stadtwerke Langen, Mühlheim/Main, Dreieich und Neu-Isenburg ist die EVO als Vorlieferant tätig. "Mit attraktiven Preisen, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit konnten wir Kundenabwanderungen weitestgehend verhindern und sogar Neukunden außerhalb unseres Netzgebietes hinzugewinnen", hob von Rockenthien in seiner Bilanz hervor. Durch Preissenkungen für Haushalts-, Geschäfts-, Großkunden und Weiterverteiler habe man zwar Umsatzeinbußen beim Strom in Kauf nehmen müssen, gleichzeitig aber die Wettbewerbsposition gestärkt.


Künftig werde das Unternehmen "auf der guten Basis der vorhandenen Produktpalette zusätzlich auf das Know-how des neuen Partners MVV zurückgreifen können", signalisierte der technische Vorstand der EVO, Dr. Kurt Hunsänger. Insbesondere von weiteren Dienstleistungen erhoffe man sich positive Impulse. Erfreulich sei, dass die EVO ihre Eigenständigkeit auf dem Weg mit einem neuen Partner behalte.

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