Ausgezeichnet

Eurosolar vergibt europäische Solarpreise

In Berlin vergab die Vereinigung Eurosolar in dieser Woche den europäischen Solarpreis an Kommunen, Unternehmen, Einzelpersonen sowie Organisationen, die sich besonders um die Nutzung der Sonnenenergie in all ihren verfügbaren Formen verdient gemacht haben.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (red) - Die diesjährigen Preisträger sind:

In der Kategorie Städte, Gemeinden oder Stadtwerke: Die spanische Gemeinde La Muela (Saragossa) für den den konsequenten Aufbau von Windparks auf dem Hochplateau, die italienische Provinz Provincia di Trento, die sich seit mehr als 25 Jahren für erneuerbare Energien einsetzt und das deutsche Bioenergiedorf Jühnde, das die Strom- und Wärmeversorgung vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt hat.

In der Kategorie industrielle und kommerzielle Unternehmen/Betriebe: Die türkisch-deutsche Solitem GmbH, für ein innovatives solares Klimatisierungssystem.

In der Kategorie Eigentümer oder Betreiber von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien: Die Westfalenhallen Dortmund GmbH, die mit einer 1750 Module umfassenden, 2400 Quadratmeter großen Solaranlage den Strombedarf - inkl. Flutlicht - aller sechs WM-Spiele in Dortmund sowie des Medienzentrums in der Messehalle 3b vollständig abdecken kann und das schweizer Stade de Suisse Wankdorf Nationalstadion in Bern, deren Betreiber trotz fehlender Akzeptanz in der Bevölkerung eine Solaranlage auf den drei inneren Dachflächen realisierten.

In der Kategorie lokale oder regionale Vereine als Förderer von Projekten erneuerbarer Energien: Die Katholische Landjugendbewegung für ihr "global village"-Projekt, das im Rahmen des Weltjugendtags 2005 beispielhaft die Beziehung zwischen der Verantwortung des Menschen gegenüber der Schöpfung und seinem Handeln zeigte.

In der Kategorie Medien: Die österreichische Zeitschrift Ökoenergie für ihr engagierte, kritische und sachkundige journalistische Arbeit.

In der Kategorie Bildung und Ausbildung: Die Stiftung Fundaciòn Celestina Peréz de Almada (Paraguay), die sich mit Menschenrechten, alternativer Erziehung und Ausbildung und Solarenergie befasst.

In der Kategorie Transportsysteme mit erneuerbare Energien: Das FFV-Käuferkonsortium und Charlie Rydén, für ihren Einsatz für Ethanol als Kraftstoff für Fahrzeuge und als Beispiel wie Konsumenten ihre Macht zugunsten der Einführung umweltfreundlicher Technologien nutzen können.

In der Kategorie Eine-Welt-Zusammenarbeit: Die indische Non-Profit Organisation Maharana of Mewar Charitable Foundation, die eine Vielzahl von karitativen Projekten zur allgemeinen Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen unterhält und in Zusammenarbeit mit der World Intellectuals Society for Education and Research die Bedeutung der erneuerbaren Energien und ihre Einführung aufgegriffen hat.

In der Kategorie Sonderpreis für besonderes persönliches Engagement: Dr. Neela Winkelmann-Heyrovká (Tschechien), die seit dem ersten offiziellen Entwurf des tschechischen Energiegesetzes im Frühjahr 2003 mit großem Einsatz und einer Vielzahl von Initiativen für eine Anlehnung an das in Deutschland geltende EEG einsetzt und die SPD-Abgeordnete im EU-Parlament Mechthild Rothe für ihre Mitarbeit an den europäischen Pfeilern einer neuen energiepolitischen Strategie in Europa.

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