14 Preisträger

Eurosolar und KfW Förderbank verleihen Europäische Solarpreise

14 Preisträger in zehn verschiedenen Kategorien wurden diese Woche mit dem Europäischen Solarpreis ausgezeichnet. Der von Eurosolar verliehene Preis wird seit 1994 ausgeschrieben und seit 1999 zusammen mit der KfW Förderbank verliehen. Die Preisverleihung fand in Berlin statt.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Die von Eurosolar zum elften Mal verliehenen Europäischen Solarpreise wurden in dieser Woche in der KfW-Niederlassung Berlin in zehn verschiedenen Kategorien an 14 Preisträger vergeben. Die Preise werden von Eurosolar seit 1994 ausgeschrieben, seit 1999 findet die Preisverleihung in erfolgreicher Zusammenarbeit mit der KfW Förderbank statt. KfW-Vorstandsmitglied Detlef Leinberger hielt das Grußwort an die Preisträger. In der Festrede "Die inspirierende Rolle von Vorbildern - Europäischer Solarpreis" betonte Eurosolar-Präsident Hermann Scheer, dass die Preisträger sowohl die ideellen als auch die praktischen Vorreiter sind, die die Möglichkeit einer vollständigen Ablösung atomarer und fossiler durch erneuerbare Energien zeigen. Die Laudationes auf die Preisträger wurde von Fernsehjournalist Franz Alt gehalten.

Den Städtepreis erhielten die Gemeinde Güssing in Österreich für das Projekt "Energieautarke Gemeinde" und die Stadt Bonn aufgrund zahlreicher kommunalpolitischer Projektinitiativen und die in den vergangen Jahren erworbene Rolle als internationales Kommunikationszentrum für die Entwicklung einer globalen ökologischen Perspektive auf der Basis erneuerbarer Energien.

Die Holinger AG (Schweiz) erhielt mit ihrem Wattwerk-Gebäude, dessen Außenhülle mehr Energie erzeugt als für die Betriebsvorgänge benötigt wird, den Unternehmenspreis. Ebenso die Brauerei Neumarkter Lammsbräu, die ökologische Zielvorstellungen in sämtlichen Produktionsprozessen umsetzt.

Der Preis für Eigentümer oder Betreiber von Anlagen ging an das Textilproduktionsunternehmen Sunjut, dass als erstes Unternehmen in der Türkei Teile der benötigten Energie mit zwei Windkraftanlagen herstellt und dafür verschiedene bürokratische Hindernisse überwinden musste.

Der Verein Ecoserveis (Barcelona) war für das Kernstück eines Projektes verantwortlich, dessen Ziel es war, ein aufgegebenes Fabrikgebäude unter intensiver Einbeziehung erneuerbarer Energien in ein architektonisches Erlebnis zu verwandeln und erhielt dafür den Preis für solares Bauen.

Der Medienpreis ging an Federico Butera (Italien), Professor für Angewandte Umweltphysik an der Universität Mailand und Leiter der Abteilung für Energie und Angewandte Physik an der Universität Palermo. Er setzt sich seit mehr als 30 Jahren für erneuerbare Energien ein.

Den Preis für Bildung/Ausbildung erhielt das Consulting-Unternehmen IT-Power, welches seit 1981 bereits mehr als 800 Projekte in 91 Ländern realisiert hat und so kontinuierlich dazu beiträgt, einer wachsenden Zahl von Menschen erneuerbare Energien nahe zu bringen. Ebenfalls erhielt Dr. Michael Grupp (Frankreich) den Preis für Bildung/Ausbildung. Seine Forschungseinheit ist auf die Entwicklung und Anwendung erneuerbarer Energien spezialisiert. Der dritte Preisträger dieser Kategorie. Prof. Dr. habil. Stepan Kudrya (Ukraine), ist ein entschlossener Vorkämpfer erneuerbarer Energien in der Ukraine, der sich unter anderem als Berater des Vorsitzenden des Umweltkomitees des ukrainischen Parlamentes für die politische Implemenierung dieser einsetzt.

Ein Sonderpreis für außereuropäische Zusammenarbeit ging an S.P. Gon Chaudhuri. Der Direktor der WBREDA, der West Bengal Entwicklungsagentur für Erneuerbare Energien, hätte umfangreich dazu beigetragen, erneuerbare Energien in Indien populär zu machen und somit den Lebensstandard vieler Menschen, die noch immer keinen Zugang zu Elektrizität hatten, auf nachhaltige Weise drastisch zu verbessern. Einen Sonderpreis für besonderes persönliches Engagement erhielt Aloys Wobben. Schon in den 70er Jahren begann er sich für erneuerbare Energien zu interessieren und gründete 1984 die Firma Enercon, die heute Marktführer in Deutschland sei und weltweit an dritter Stelle im Bereich der Windenergieanlagen stehe.

Weitere Informationen zu den Trägern der Europäischen Solarpreise und deren Projekten sind auf der Homepage von Eurosolar veröffentlicht.

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