Koalitionsvertrag

Eurosolar: Straße ins Solarzeitalter wird befestigt

Bei den Vereinigungen für erneuerbare Energien stößt der neue Koalitionsvertrag überwiegend auf Zustimmung. Auch die europäische Vereinigung Eurosolar sieht sie als einen guten Weg ins Solarzeitalter. Die Eurosolar-Frontmänner Scheer und Fell begrüßten vorallem die Verstetigung der bisherigen Initiativen zum Ausbau der erneuerbaren Energien.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Das Bündnis Eurosolar hat die Ergebnisse der Koalitionsvereinbarungen zu Erneuerbaren Energien begrüßt. Hermann Scheer, Präsident von Eurosolar und SPD-Abgeordneter, und Hans-Josef Fell, Vorsitzender von Eurosolar Deutschland und Bündnis 90/Grünen-Abgeordneter sagten, Rot-grün halte damit Kurs auf dem Weg ins Solarzeitalter.

Und weiter sagten die Politiker: "Die bisherigen - zum Teil weltweit einzigartigen - Initiativen werden verstetigt: dies gilt für das Erneuerbare-Energien-Gesetz, in dem der zeitliche Rahmen für Off-Shore-Windkraftanlagen ausgedehnt wird, und die Aufstockung des Marktanreizprogrammes. Darüber hinaus finden sich viele neue Initiativen in verschiedenen Kapiteln des Koalitionsvertrages, die Deutschlands Vorreiterrolle ausbauen werden: die vorgesehene Gründung einer Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien voranzutreiben, das vorgesehene Energieforschungsprogramm mit den Schwerpunkten Erneuerbare Energien und Energieeffizienz und dabei die erstmalige Festlegung, dass es sich hierbei um Schlüsseltechnologien handelt, die Beendigung des EURATOM-Vertrages auf EU-Ebene und damit der europaweiten Privilegien der Atomenergie, die Beendigung der Atomforschung und damit der Fusionsforschung, die Entwicklung von alternativen Antriebssystemen, die Markteinführung von Null-Emissions-Fahrzeugen sowie die verstärkte Förderung der Energiegewinnung aus Biomasse, darunter die Bio-Kraftstoffe."

Das könnte Sie auch interessieren
  • Netzausbau

    Energiesektor: Mehr Geld für Atomkraft - Stillstand bei Ökostrom

    Im Energiesektor wurde global betrachtet 2015 wieder deutlich mehr in Atomkraft investiert. Auch für alte Kohlemeiler wurde viel Geld ausgegeben. Bei Öl und Gas war ein Rückgang zu beobachten, während bei den Erneuerbaren der Geldfluss unverändert blieb.

  • Stromrechnung

    Talfahrt bei RWE und Eon: Gibt es noch Lichtblicke?

    Die beiden Stromriesen RWE und Eon stecken in der Klemme. Beim Umstieg auf erneuerbare Energien hinken beide Firmen hinterher. Werden das bald die Stromkunden mit steigenden Preisen ausbaden müssen?

  • Strompreise

    BEE: Bundesweite Aktion für erneuerbare Energien und gegen neue Kernkraftwerke

    Um den Klimaschutz und die Förderung erneuerbarer Energien stärker in den Mittelpunkt der Wahlkampf-Endphase zu rücken, haben der Bundesverband Erneuerbare Energie und die Initiative Neue Energie gestern eine Liste mit 75 000 Unterschriften gegen den Bau neuer Atomkraftwerke an Bundeskanzler Schröder übergeben.

  • Energieversorung

    Umweltverbände erteilen Renaissance der Atomenergie strikte Absage

    Gemeinsam haben die wichtigsten deutschen Umweltverbände heute die weitere Förderung und den schnellen Ausbau der regenerativen Energien gefordert. In diesem Zusammenhang erteilten sie Überlegungen mit einer Renaissance der Atomenergie Klimaschutzziele zu erreichen, eine strikte Absage.

  • Hochspannungsleitung

    Klimaschutz durch erneuerbare Energien

    Die Flutkatastrophe ruft den Klimaschutz dramatisch in Erinnerung - und so weist auch der Bundesverband Erneuerbare Energie auf die Bedeutung der regenerativen Energien in diesem Zusammenhang hin. Die Förderung dürfe nicht beschränkt werden - wer heute billigen Strom konsumiere, vertage die Schäden auf die Zukunft.

Top