Verpflichtungen

Europäische und dänische Wettbewerbsbehörden öffnen den dänischen Gasmarkt für den Wettbewerb

EU-Kommission und dänische Wettbewerbsbehörde haben eine Kartelluntersuchung erfolgreich abgeschlossen, die sich auf das dänische Gasunternehmen DONG und die wichtigsten dänischen Gasproduzenten Shell, A.P Moller und ChevronTexaco - die sogenannten DUC-Partner - erstreckte. Die Produzenten verpflichteten sich, ihr Gas individuell zu vermarkten.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Generaldirektion Wettbewerb der Europäischen Kommission und die dänische Wettbewerbsbehörde haben eine Kartelluntersuchung erfolgreich abgeschlossen, die sich auf das dänische Gasunternehmen DONG und die wichtigsten dänischen Gasproduzenten Shell, A.P Moller und ChevronTexaco - die sogenannten DUC-Partner - erstreckte. Die Verfahrenseinstellung war möglich, nachdem sich die Produzenten verpflichtet hatten, ihr Gas individuell zu vermarkten, und DONG sich bereit erklärt hatte, auf seine Vorzugsrechte beim Ankauf von DUC-Gas zu verzichten.

"Die eingegangenen Verpflichtungen werden zur Schaffung eines wettbewerbsfähigen Gasmarktes in Dänemark und den dänischen Nachbarländern führen", sagte Wettbewerbskommissar Mario Monti und fügte hinzu: "Dieser Fall macht deutlich, wie die Kommission und nationale Wettbewerbsbehörden Hand in Hand zum Nutzen von Unternehmen und Verbrauchern tätig werden können. Ich bin zuversichtlich, dass wir künftig häufiger eine so gute Zusammenarbeit und Arbeitsteilung, eine neue, modernere Art der Anwendung der Wettbewerbsvorschriften erleben werden."

Die Kommission und die dänische Wettbewerbsbehörde gehen davon aus, dass die Zusage der DUC-Partner auf dem dänischen Markt, der nach wie vor von DONG beherrscht wird, künftig für mehr Wettbewerb sorgt und auch in den Nachbarländern Niederlande und Deutschland wettbewerbsfördernd wirkt. Dabei ist der Beschluss von DONG und den DUC-Partnern von Bedeutung, eine neue Pipeline zu bauen, die die dänischen Gasfelder mit der schon bestehenden Infrastruktur auf dem europäischen Kontinent verbindet. Diese neue Pipeline wird voraussichtlich spätestens am 1. Januar 2005 betriebsbereit sein.

Das könnte Sie auch interessieren
  • o2

    Telefónica zu weiteren Zugeständnissen bereit

    Der spanische Telekomkonzern Telefónica geht bei der erhofften E-Plus-Übernahme schrittweise auf die Wettbewerbshüter zu. Weitere Kunden oder Frequenzbereiche will man jedoch nicht abgeben

  • Strompreise

    EU-Kommission bemängelt Defizite bei Energiemarkt-Öffnung

    Die Europäische Kommission hat in dieser Woche den Zwischenbericht ihrer Untersuchung der Fortschritte bei der Schaffung eines gemeinsamen Erdgas- und Strombinnenmarkts vorgelegt. Die Ergebnisse sind ernüchternd: Die Umsetzung der Richtlinie in den Mitgliedsländern ist mangelhaft.

  • Stromtarife

    Bundeskartellamt veranstaltet Internationale Kartellkonferenz

    Am 19. und 20. Mai veranstaltet das Bundeskartellamt die Internationale Kartellkonferenz (IKK) in Bonn. In diesem Jahr werden mehr als 300 Teilnehmer aus über 50 Ländern und Internationalen Organisationen erwartet. Im Mittelpunkt steht das Thema "Wettbewerbspolitik am Scheideweg? – Möglichkeiten und Grenzen wettbewerbsrechtlicher Kontrolle".

  • Mann Laptop

    EU: Wettbewerbsverzerrung bei DSL-Anschlüssen?

    Die Brüsseler EU-Kommission hat mal wieder ein wachsames Auge auf Deutschland. Dieses Mal sind die möglicherweise wettbewerbsverzerrenden DSL-Preise der Deutschen Telekom den Kommissaren ein Dorn im Auge.

  • telefonieren

    EU-Kommission leitet Verfahren gegen Telekom ein

    Die Europäische Kommission hat ein Kartellverfahren gegen die Deutsche Telekom eröffnet. Der Vorwurf: Die Telekom nutze ihre marktbeherrschende Stellung im Ortsnetzbereich aus und erhebe von Mitbewerbern wettbewerbswidrig hohe Zugangsentgelte.

Top