Wachstum durch Umwelttechnologien

Europäische Kommission setzt auf umweltfreundliche Wirtschaftsentwicklung

Die Europäische Kommission hat gestern einen Aktionsplan verabschiedet, mit dem die Entwicklung und Verbreitung neuer Technologien forciert werden soll. Voraussetzung ist, dass die neuen Technologie ein hohes Potenzial und nur eine gerninge Umweltbelastung aufweisen. "Viele Menschen haben brillante Ideen", begründete EU-Kommissarin Margot Wallström die Initiative.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Von energiesparenden Fahrzeugen, die weniger Kraftstoff verbrauchen, bis hin zu Recyclingsystemen für Industrieabwässer - künftig fördert die Europäische Union stärker solche Technologien mit Potenzial für ein großes Wirtschaftswachstum bei nur geringer Umweltbelastung. In einem gestern verabschiedeten Aktionsplan stellt die Europäische Kommission konkrete Maßnahmen vor, mit denen die Entwicklung und Verbreitung neuer Technologien verbessert werden sollen.

Unter anderem sieht der Aktionsplan die Schaffung von drei Technologieplattformen vor, die einen Dialog zwischen Wissenschaftlern, der Industrie, Finanzinstitutionen, Entscheidungsträgern und anderen relevanten Beteiligten ermöglichen. Noch im Frühjahr dieses Jahres werden zwei Plattformen für die Bereiche Wasserstoff- und Brennstoffzellen sowie Photovoltaik eingerichtet. Ein ähnliches Forum für Wasserversorgung und Sanitärtechnologien ist für Anfang 2005 geplant. So werde gewährleistet, dass die EU ihr Ziel einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung kostenwirksam erreichen und ihre globale Führungsposition bei Umwelttechnologien ausbauen könne.

"Viele Menschen haben brillante Ideen für neue Umwelttechnologien", sagte Margot Wallström, die für Umwelt zuständige EU-Kommissarin. "Zu oft fehlen ihnen die Mittel zu Umsetzung ihrer Ideen, oder – selbst wenn dies nicht das Problem ist – die Technologien können sich auf Grund konservativer Einstellungen und wenig rezeptiver Marktsysteme nicht etablieren." Der neue Aktionsplan soll diese Hindernisse durch eine konzentrierte EU-weite Anstrengung überwinden, um so das Potenzial der umweltfreundlichen Technologien voll auszuschöpfen.

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