Neue Studie

Europäische Energieunternehmen setzen auf Expansion und Energiehandel

Wie die Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers jetzt herausgefunden hat, haben sich Electricité de France (EDF), E.ON und RWE als führende europäische Anbieter in der Energiebranche etabliert. Zudem hat die Branche weniger Umsatz mit traditionellen Geschäftsbereichen erwirtschaftet.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Durch Fusionen und Übernahmen hat sich der europäische Energiesektor in den letzten Jahren grundlegend gewandelt. Zur Spitzenliga des europäischen Energiemarktes zählen heute die Unternehmen Electricité de France (EdF), E.ON, RWE, Endesa, Vattenfall sowie Enel. Drei von ihnen - Electricité de France (EdF), E.ON und RWE - sind auf Grund ihrer Größe und Marktpräsenz dabei, sich als die führenden europäischen Anbieter zu etablieren und sich für den globalen Wettbewerb mit den Energieriesen auf dem Weltmarkt zu positionieren. Dennoch ist die Neuordnung der Branche in Europa bei weitem noch nicht abgeschlossen, sondern noch in vollem Gange: Die Unternehmen planen weiterhin Fusionen und Übernahmen. Dies sind die Ergebnisse der aktuellen Studie Movers and Shapers - Utilities Europe 2002, die PricewaterhouseCoopers jetzt veröffentlicht hat. Sie untersucht die Marktentwicklung im europäischen Versorgungssektor sowie die Strategie und Organisation der Unternehmen.

PricewaterhouseCoopers hat von November bis Dezember 2001 insgesamt 118 Führungskräfte aus europäischen Versorgungsunternehmen jeder Größe befragt - von multinationalen Anbietern bis hin zu Stadtwerken. Neben den Mitgliedsstaaten der europäischen Union wurden auch Unternehmen aus Tschechien, Ungarn, Polen, Norwegen und der Schweiz berücksichtigt. "Die Studie enthält Einschätzungen und Prognosen hochrangiger Entscheidungsträger in den Versorgungsunternehmen und ermöglicht damit fundierte Einblicke in deren Strategien und Planungen", erläutert Manfred Wiegand, Partner und Leiter des Bereiches Utilities bei PricewaterhouseCoopers Deutschland. Demnach erwarten die Befragten den stärksten Wettbewerb in den kommenden zehn Jahren von Versorgungsunternehmen aus dem Heimatmarkt und dem europäischen Ausland. Konkurrenz entsteht auch durch Handelsspezialisten und Quereinsteiger aus anderen Branchen. Vor allem Versorgungsunternehmen in stark liberalisierten Märkten wie Skandinavien und Großbritannien empfinden die neuen Wettbewerber als große Herausforderung.

Für die Mehrheit der Befragten ist der Preis nach wie vor wichtigster Faktor zur Kundengewinnung. In liberalisierten Märkten wie Skandinavien und Großbritannien zeichnet sich jedoch ein neuer Trend ab: Vor allem große Anbieter halten Kundenservice und Markenpflege mittlerweile für genauso wichtig wie die Preisgestaltung. Die Unternehmen sind gefordert, vielfältige kombinierte Versorgungslösungen anzubieten, um ihre Position bei den Endkunden auszubauen und zu festigen.

Die Studie Movers and Shapers - Utilities Europe 2002 gibt es unter www.pwcglobal.com/de kostenlos.

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