Umfrage

Eurobarometer: Energiefragen europäisch lösen

Die Mehrzahl der EU-Bürger möchte, dass wichtige Fragen der Energiepolitik auf EU-Ebene gelöst werden. Zu diesem Ergebnis kommt ein fachspezifisches Eurobarometer, das EU-Energie-Kommissar Andris Piebalgs gestern in Brüssel vorstellte.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Brüssel (red) - Die meisten Befragten sprachen sich für erneuerbare Energien sowie stärkere Investitionen in Forschung und Entwicklung aus, um Probleme der sicheren Energieversorgung, des wachsenden Verbrauchs oder des Klimawandels anzugehen.

"Die Botschaft der Bürger ist eindeutig: Energie geht alle Europäer an, und die Menschen erwarten konkrete Aktionen auf jeder politischen Ebene", kommentierte Andris Piebalgs die Umfrageergebnisse. Europa brauche eine Energiepolitik, die sich auf Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit konzentriere.

Die Umfrage wurde zwischen dem Mitte Oktober und Mitte November vergangenen Jahres in den 25 Mitgliedstaaten und den Kandidatenländern durchgeführt. 48 Prozent der Bürger glauben demnach, dass ihre Regierung verstärkte Anstrengungen zur Nutzung von Solarenergie unternehmen sollte. Lediglich zwölf Prozent der Befragten befürworten eine Weiterentwicklung der Atomenergie.

Der Studie zufolge steht das Energiesparen auch in privaten Haushalten auf dem Programm. 43 Prozent der EU-Bürger wünschen sich mehr Informationen zum Thema. Schon bei acht von zehn Käufern spielt der Energieverbrauch technischer Geräte eine entscheidende Rolle bei der Kaufentscheidung.

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