Wissenschaftlicher Beirat

EU will Solarenergienutzung erhöhen

In Brüssel tagte gestern der erst kürzlich ins Leben gerufene Wissenschaftliche Beirat für Photovoltaik-Technologie. Der Rat besteht aus 18 Mitgliedern, die zu den bedeutendsten dieses Technologiesektors zählen und geht auf eine Initiative der Kommissare Loyola de Palacio (Energie und Transport) und Philippe Busquin (Forschung) zurück.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Beirat soll einen Bericht und eine Agenda über zukünftige Strategien hinsichtlich der Nutzung von Photovoltaik entwickeln. Ein Ziel ist, den Nutzen dieser sauberen Energiequelle zu erhöhen. So besteht für Solarenergie nach jüngsten Prognosen ein erhebliches Potential. Immerhin konnte dieser Bereich in Europa in der letzten Dekade ein Wachstum von 30 Prozent pro Jahr verzeichnen. "Bis jetzt hat Solarenergie nur einen kleinen Anteil an der gesamten Energiemenge, die in der EU generiert wird. Dies wird sich nicht verändern, bis ehrgeizigere Maßnahmen in die Wege geleitet werden. Wir müssen überlegen, wie wir die technischen, rechtlichen und sozio-ökonomischen Hindernisse überwinden, um letztlich ein Umfeld zu schaffen, in dem sowohl die europäische Industrie als auch die europäische Gesellschaft der Gewinner ist", so der für Forschung zuständige EU-Kommissar Philippe Busquin.

Europa ist derzeit nach Japan und vor den USA der weltweit zweitgrößte Hersteller von Photovoltaik-Anlagen. Der europäische Anteil an der Gesamtproduktion liegt bei 24 Prozent. Die Europäische Kommission hat in den letzten zehn Jahren über 200 Millionen Euro für fast 200 Projekte aus den Bereichen Forschung, Entwicklung und Präsentation ausgegeben. Beim Einsatz und bei der Nutzung von Solarenergie liegt Deutschland europaweit mit Abstand an erster Stelle, gefolgt von den Niederlanden und Italien.

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