Reduzierung der Gase

EU will Kyoto-Protokoll "entschlossen" umsetzen

Die positive Abstimmung des Europäischen Parlaments und des Rates über die Überwachung der Treibhausgasemissionen ist von der EU-Kommission begrüßt worden. Damit kommt die EU ihrer Verpflichtung im Rahmen des Kyoto-Protokolls von 1997 nach, nach denen einer weiteren globalen Erwärmung durch Verringerung der Gase entgegengewirkt werden soll.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Im Februar dieses Jahres war von der EU-Kommission der Vorschlag eingereicht worden, die Mitgliedsstaaten zu verpflichten, die Emissionen von Treibhausgasen zu überwachen und festzuhalten. Ferner müssen sie Programme zur Reduzierung dieser Gase einrichten. Die EU wird somit über die erforderliche Infrastruktur für die Überwachung der Forschritte, die Bewertung der Maßnahmen und die Reduktionen verfügen.

"Die Einigung über diese Entscheidung beweist die Entschlossenheit der EU, alle Bestimmungen des Kyoto-Protokolls umzusetzen und die Treibhausgasemissionen zu verringern", erklärte Umweltkommissarin Margot Wallström. "Die EU und ihre Mitgliedstaaten werden dadurch ihre Überwachung der Treibhausgasemissionen sowie der Fortschritte im Hinblick auf ihre Kyoto-Ziele verbessern - auch werden wir dadurch umfassendes Datenmaterial über die Treibhausgasemissionen der EU und unsere Klimapolitiken sammeln. Schließlich bedeutet all dies auch, dass wir unseren Überwachungs- und Berichterstattungspflichten aus dem Kyoto-Protokoll nachkommen. Als die EU das Kyoto-Protokoll ratifizierte, wussten wir, dass nun konkrete Maßnahmen folgen müssen. Die Entscheidung ist ein Beispiel für eine solche Maßnahme", zeigt sie sich kämpferisch.

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