Zugeständnisse

EU will Essent-Übernahme durch RWE länger prüfen

Die Europäische Kommission hat die wettbewerbsrechtliche Prüfung der geplanten Übernahme des niederländischen Versorgers Essent durch die Essener RWE um zehn Arbeitstage verlängert. Grund seien von RWE angebotene Zugeständnisse, teilten die Brüsseler Wettbewerbshüter am Donnerstag mit.

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Brüssel/Essen (ddp-nrw/red) - Die neue Frist für den Abschluss des Prüfverfahrens laufe nun am 23. Juni ab. Die EU-Kommission teilte nicht mit, welche Zugeständnisse der DAX-Konzern gemacht hat.

Eine RWE-Sprecherin sagte, der Konzern habe Angebote bezüglich des deutschen Marktes gemacht. Die Sprecherin ergänzte, RWE sei nicht überrascht von der Ausweitung der Prüffrist durch die Brüsseler Behörde. "Wir haben den Zeitplan schon immer für optimistisch gehalten", sagte sie.

Der Essener Konzern sei weiter zuversichtlich, dass die Kommission den Kauf von Essent genehmige, sagte die Sprecherin. Am Zeitplan ändere sich nichts, das Geschäft solle weiter bis zum dritten Quartal dieses Jahres abgeschlossen werden.

RWE will den Großteil der Essent-Aktivitäten für 9,3 Milliarden Euro übernehmen. Ausgenommen von der Transaktion sind das Verteilernetz und der Abfallentsorger Essent Milieu.

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