Stromzahlen 2005

EU-Stromhandel: Deutschland führt beim Stromaustausch

Deutschland hat im vergangenen Jahr 51,5 Milliarden Kilowattstunden Strom in andere EU-Länder exportiert und gleichzeitig gut 44 Milliarden Kilowattstunden eingeführt. Das ergibt die Statistik des VDEW. Größter Exporteur innerhalb der EU ist Frankreich mit mehr als 73 Milliarden Kilowattstunden. Italien ist hingegen der größte Importeur.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) - Kein anderes EU-Land hat 2004 so viel Strom über die Ländergrenzen hinweg ausgetauscht wie Deutschland: Gut 44 (2003: 45,7) Milliarden Kilowattstunden Strom wurden importiert. Der Export betrug 51,5 (2003: 53,8) Milliarden Kilowattstunden, meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) im Faltblatt "Stromzahlen 2005". Der Ausfuhrüberschuss entspricht gut einem Prozent der Erzeugung der deutschen Stromversorger.

Größter Exporteur in der Europäischen Union ist Frankreich: Die Franzosen führten sieben Milliarden Kilowattstunden Strom ein und exportierten mehr als 73 Milliarden Kilowattstunden. Italien sei mit 46,4 Milliarden Kilowattstunden der größte Strom-Importeur der Gemeinschaft, berichtet der VDEW weiter.

Bei den deutschen Strom-Einfuhren habe Frankreich mit 15,5 sowie Tschechien mit 13,1 Milliarden Kilowattstunden vorn gelegen. Die meisten deutschen Exporte flossen in die Niederlande, es waren insgesamt 17,4 Milliarden Kilowattstunden. Die Schweiz bezog 11,8 und Österreich 8,9 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Deutschland.

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