EU-Strombranche soll Netze zusammenschalten

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com
Sollten die europäischen Stromunternehmen nicht bis Ende März Vorschläge für die Zusammenschaltung der europäischen Netze vorlegen, wird die EU-Kommission selbst neue Vorschläge zur weiteren Deregulierung des Energiemarktes vorlegen. Das bekräftigte die zuständige Kommissarin Loyola de Palacio gestern bei der Gründungsversammlung des Rats der europäischen Energieaufsichtsbehörden in Brüssel. Anstelle der Liberalisierung von 15 nationalen Strom- und Gasmärkten solle ein Binnenmarkt dafür geschaffen werden. Vorschläge von den Akteuren würden bevorzugt, betonte de Palacio. Allerdings müssten davon auch die Verbraucher profitieren.


Dem neugegründeten Rat der europäischen Energie-Regulierer (Council of European Energy Regulators) gehören Vertreter der unabhängigen Aufsichtsbehörden für den Strom- oder Gassektor aus Belgien, Finnland, Irland, Italien, Niederlande, Portugal, Spanien, Schweden, Großbritannien und Nordirland an. Der Rat will eine effiziente Zusammenarbeit auf dem Strom- und Gasmarkt fördern und gemeinsame Strategien beim Umgang mit transnationalen Versorgungsunternehmen entwickeln, die in getrennten regulierten Märkten auftreten. Zum Präsidenten wurde der Leiter der portugiesischen Energie-Regulierungsbehörde ERSE, Jorge Vasconcelos, ernannt. Der Rat wird am 29. März 2000 in Florenz zusammenkommen, um über die Entwicklung des grenzübergreifenden Stromhandels zu diskutieren.

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