Privatkunden weiter benachteiligt

EU-Statistik: Strom in Deutschland vergleichsweise teuer

12,5 Cent pro Kilowattstunde zahlten die deutschen Verbraucher im vergangenen Jahr durchschnittlich für ihren Strom. Deutschland gehört damit zu den teuersten Ländern, nur in Italien ist Energie noch teurer. Durchschnittlich kostete die Kilowattstunde Strom europaweit 10 Cent. Diese Zahlen veröffentlichte jetzt Eurostat.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Strompreise für Privatkunden in Deutschland schneiden im europaweiten Vergleich weiterhin schlecht ab: Wie aus aktuellen Zahlen des Europäischen Statistikamtes Eurostat hervorgeht ist der Strom derzeit in Italien am teuersten, dann folgt schon Deutschland.

Laut Eurostat kostete in Deutschland die Kilowattstunde Strom im Jahr 2002 durchschnittlich 12,5 Cent (2001: 12, Cent), in Italien 14,6 Cent. Der europäische Durchschnitt beträgt seit 2001 zehn Cent pro Kilowattstunde. Besonders wenig zahlen Giechen (5,6 Cent pro Kilowattstunde) und Schweden (6,8 Cent pro Kilowattstunde).

Industriekunden in Deutschland haben hingegen keine so schlechten Karten, ihre Strompreise lagen 2002 im europäischen Mittelfeld. Sie zahlten im vergangenen Jahr durchschnittlich 6,6 Cent pro Kilowattstunde, der europäische Durchschnittswert lag bei 6,1 Cent.

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