NaturEnergie

EU-Richtlinie macht Weg frei für Neu-Rheinfelden

Das EU-Parlament hat jetzt einer Förderung von Wasserkraftwerken mit Leistungen über zehn Megawatt zugestimmt. Jetzt sei der Weg für ein neues Kraftwerk in Rheinfelden frei, freut sich der Ökostromanbieter NaturEnergie.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com
Nach einem Beschluss des Europaparlaments sollen die EU-Mitgliedsstaaten künftig die Möglichkeit haben, auch große Wasserkraftwerke im Rahmen des Ausbaus der regenerativen Energieerzeugung zu fördern.

Der Ökostromanbieter NaturEnergie AG aus Grenzach-Wyhlen begrüßte die Entscheidung als "großen Erfolg für die Energiewende in ganz Europa" und speziell für den geplanten Neubau des Wasserkraftwerks Neu-Rheinfelden. Neu-Rheinfelden ist nach Angaben des Unternehmens das größte Projekt zur Nutzung regenerativer Energien in Deutschland. Das Projekt hat ein Investitionsvolumen von fast 900 Millionen Mark. Damit würde sich die Leistung des ältesten Flusskraftwerks in Europa von bisher 25,7 auf 116 Megawatt erhöhen.

Als "Riesenschritt auf dem Weg in Richtung Kohlendioxid-Reduzierung" sieht die NaturEnergie AG damit eingeleiteten Wegfall der Fördergrenze von zehn Megawatt, der in der EU-Richtlinie bisher enthalten war. Die große Wasserkraft, die den mit Abstand größten Teil der regenerativen Energien liefert, war hierdurch bislang von staatlicher Förderung ausgeschlossen. "Mit dieser Entscheidung macht die EU den Weg frei, das Fundament der regenerativen Energien in Deutschland massiv auszubauen", freute sich Andreas Fußer, Vorstand der NaturEnergie AG. Wenn der Ministerrat die Richtlinie annimmt, liege es an Bund und am Land Baden-Württemberg, den dringend notwendigen Neubau in Rheinfelden zu ermöglichen. Der NaturEnergie-Vorstand schlägt dazu unter anderem eine Befreiung erneuerbarer Energien von der Ökosteuer vor.

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