Ökodesign

EU plant bessere ökologische Konzeption von Elektrogeräten

Öko-Design berücksichtigt umweltrelevante Aspekte schon während der Entwurfsphase und ist daher eine gute Methode für die Verbesserung der Umweltverträglichkeit von Produkten. Die EU-Kommission hat jetzt einen Vorschlag für die "Ökodesign"-Richtlinie angenommen. Sie soll zu zunehmenden und nachhaltigen Energieeinsparungen führen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Die Europäische Kommission hat einen Vorschlag für eine Richtlinie zur umweltfreundlichen Gestaltung energieverbrauchender Produkte wie Elektro- und Elektronikgeräte oder Elektrowärmeanlagen angenommen. Ziel der sogenannte "Ökodesign"-Richtlinie ist die Verbesserung der Umweltverträglichkeit von Produkten während ihres gesamten Lebenszyklus durch die systematische Berücksichtigung von Umweltbelangen bei ihrem Entwurf.

Die für den Bereich Energie und Verkehr zuständige Vizepräsidentin der Kommission, Loyola de Palacio, erwartet, dass die Richtlinie zu zunehmenden und nachhaltigen Energieeinsparungen führt, von denen die Verbraucher profitierten. Auch zu einer höheren Sicherheit der Energieversorgung der Gemeinschaft werde sie beitragen. Das für die Unternehmenspolitik zuständige Kommissionsmitglied Erkki Liikanen fügte hinzu: "Diese Richtlinie wird die Rahmenbedingungen dafür schaffen, die es ermöglichen werden, Umweltauswirkungen energiebetriebener Produkte zu verringern, ohne dass die Funktionalität der Produkte abnehmen, oder der freie Warenverkehr auf dem Binnenmarkt behindert würden. Sie stellt daher einen wesentlichen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit dar. Ich bin zuversichtlich, dass die betroffenen Interessengruppen konstruktiv mit der Kommission zusammenarbeiten und die Vorteile des neuen Rechtsrahmen nutzen werden."

Öko-Design berücksichtigt umweltrelevante Aspekte schon während der Entwurfsphase und ist daher eine gute Methode für die Verbesserung der Umweltverträglichkeit von Produkten.

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