Energiecharta

EU-Parlament fordert von Russland Gasliefergarantien

Das Europaparlament fordert von der russischen Regierung einklagbare Garantien für störungsfreie Gaslieferungen. Derzeit verhandelt die Europäische Union mit Russland über eine so genannte Energiecharta, die den Gastransit garantieren soll.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (ddp/sm) - "Die EU muss Russland dazu drängen, dass es sich schon jetzt auf die Prinzipien der Energiecharta verpflichtet, auch wenn die Verhandlungen über das europäisch-russische Partnerschaftsabkommen noch laufen", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Europaparlament, Jacek Saryusz-Wolski, der "Financial Times Deutschland" (Mittwochausgabe).

EU-Kommissionschef José Manuel Barroso trifft am Freitag in Moskau mit Russlands Präsident Dmitrij Medwedew, Premierminister Wladimir Putin und wichtigen russischen Ministern zusammen. Es ist das erste Gespräch seit dem Gaskonflikt.

Die EU und Russland verhandeln derzeit über einen umfassenden Partnerschaftsvertrag, in dem Russland nach dem Willen der Europäer darauf verpflichtet werden soll, die Prinzipien der Energiecharta einzuhalten. Russland hat die Charta, die unter anderem den störungsfreien Gastransit garantiert, zwar unterzeichnet, aber nie ratifiziert.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Hochspannungsmasten

    Russland drosselt Gaslieferungen an Weißrussland weiter

    Im Gasstreit mit Weißrussland hat Russland am Mittwoch seine Lieferungen an den Nachbarstaat weiter gedrosselt. Die Lieferungen seien nun um 60 Prozent gekürzt, sagte der Chef des russischen Energieriesen Gazprom, Alexej Miller, am Morgen im russischen Fernsehen.

  • Strom sparen

    Gasstreit: Minsk kündigt erste Zahlungen an

    Im Streit um unbezahlte Gaslieferungen mit Weißrussland hat Russland sich zunächst durchgesetzt. Nachdem der russische Energiekonzern Gazprom am Montag begann, Weißrussland den Gashahn nach und nach zuzudrehen, kündigte die weißrussische Regierung die Zahlung ihrer Schulden in den kommenden zwei Wochen an.

  • Hochspannungsleitung

    EU warnt Russland und Ukraine vor "schweren Folgen" des Gasstreits

    Die Europäische Union hat Russland und die Ukraine vor "schwerwiegenden Folgen" des Gasstreits zwischen beiden Ländern gewarnt. Unterdessen wurden mehrere Treffen angekündigt. In Berlin hat erstmals die Arbeitsgruppe Gaswirtschaft getagt.

  • Energieversorung

    EU: Russland will ab Dienstag wieder Gas liefern (Upd.)

    Die Ukraine hat das Abkommen mit Russland über Gaslieferungen nach Europa ohne den umstrittenen Zusatz unterzeichnet. Zuvor hatte sich Russland geweigert, das bereits unterzeichnete Abkommen umzusetzen, da Kiew nach der Unterzeichnung durch Moskau einen Satz handschriftlich hinzugefügt habe. Ab Dienstag wolle Gazprom nun wieder Gas liefern.

Top