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EU-Kommission startet "Nullemissionen"-Projekt

Die Europäische Kommission hat dieser Tage die Technologieplattform "Nullemissionen" für Kraftwerke gestartet. Ziel ist es, all jene Stellen zu einem Austausch zusammen zu bringen, die bewirken können, dass zukünftig weniger klimaschädliche Kraftwerke im Einsatz sind.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Brüssel (red) - Dazu gehören Elektrizitätsunternehmen, Ausrüstungshersteller, Nutzer, Verbraucher, Finanzinstitute, Regulierungsstellen, Behörden, Forscher und nicht zuletzt die Verbraucher. Im Rahmen der Forschungsplattform sollen technologische, finanzielle und regulatorische Hindernisse für die Entwicklung solcher umweltschonender Kraftwerke ermittelt und beseitigt werden.

Bei der Eröffnungsveranstaltung sagte Janez Potočnik, Kommissar für Wissenschaft und Forschung: "Wenn wir jetzt handeln und Emissionen aus fossilen Brennstoffen reduzieren, und wenn wir dies gemeinsam tun, bestehen gute Aussichten, auf den scheinbar unausweichlichen Prozess des Klimawandels einzuwirken." Die Partner der Technologieplattform "Nullemissionen" hätten die Möglichkeit, einen bedeutenden Beitrag zu unserer Zukunft zu leisten.

Die Plattform soll die Entwicklung von Technologien unterstützen, mit deren Hilfe Kohlendioxidemissionen schon bei ihrer Entstehung in Kraftwerken abgeschieden und dann unterirdisch gelagert werden können. So gelangen sie nicht in die Atmosphäre und können nicht zum Treibhauseffekt beitragen. Im Rahmen des EU-Forschungsprogramms für den Zeitraum 2002-2006 sollen 70 Millionen Euro für diesen Bereich ausgegeben werden. Durch die gestärkte Zusammenarbeit im Rahmen der Plattform soll die wegweisende Stellung Europas auf dem Gebiet des Klimaschutzes konsolidiert werden.

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